Einschränkungen

Deutsche Bahn-Streik: Was in Hamburg ausfällt und welche Alternativen es gibt

Bei der Deutschen Bahn streiken die Lokführer abermals. Die Pendler bekommen es zu spüren. So trifft der Streik Hamburg, das sind die Ausweichmöglichkeiten.

Hamburg – Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wird in der kommenden Woche streiken. Auch in Hamburg bleiben deshalb viele Pendler auf der Strecke. Ab Montag, den 23. August 2021, sollen der Fern- und Regionalverkehr sowie die Verbindungen der S-Bahn stark eingeschränkt sein. Auch das Auto ist keine einwandfreie Alternative, wegen der Dauer-Baustelle auf der A25. Was bei dem dritten GDL-Streik vom 2. bis 7. September 2021 in Hamburg ausfällt und wie der Ersatzfahrplan lautet, lesen Sie auf 24hamburg.de.

CEO Deutsche Bahn:Richard Lutz (22. März 2017–)
Hauptsitz:Berlin
Umsatz:42,7 Milliarden EUR (2017)
Gründung:Januar 1994, Berlin
Mitarbeiter bei der Deutschen Bahn:336.278

S-Bahn-Streik in Hamburg: Nur drei Linien sollen jede Haltestelle anfahren

Wer am Montag in Hamburg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren möchte, sollte sich früher als sonst auf den Weg machen. Durch den Lokführerstreik, der bundesweit Millionen Fahrgäste betrifft*, werden sich sämtliche Pendler auf einen sehr eingeschränkten Personenverkehr verlassen müssen. Besonders auf viele S-Bahn-Linien müssen Passagiere verzichten.

Verzweiflung am Bahnhof: Pendler müssen sich wegen des Streiks auf lange Wartezeiten einstellen. (24hamburg.de-montage)

Dennoch gibt es einen Grundfahrplan, der das Pendeln von A nach B zumindest eingeschränkt ermöglicht. Ein S-Bahnsprecher sagte: „Das Wichtigste für unsere Kunden ist ein verlässliches Angebot. Wir werden alles dafür tun.“ Deshalb sollen die S1, die S3 und die S21, die als Hauptlinien jede Haltestelle anfahren, trotzdem in Betrieb sein. Allerdings fahren sie nur etwa alle 20 Minuten.

Wer also unbedingt am Montag die S-Bahn nutzen muss, sollte eine Menge Zeit einplanen und sich auf Menschengedränge in den reduzierten Zügen gefasst machen. Sollten wider Erwarten doch mehr Lokführer im Einsatz sein als aktuell geplant, werde man die meistgenutzte S3 vermehrt fahren lassen. In den fahrenden Zügen war es beim letzten Streik insbesondere im City-Tunnel sehr voll. Der Hamburger Hauptbahnhof war hingegen überraschen leer.

Alternativen wenig reizvoll – auch im Auto und im Zug gibt es Verzögerungen, Metronom fährt

Die S-Bahn-Züge zu verlängern und mit mehr Wagons zu fahren, ist keine Option. Nur wenige Bahnsteige sind lang genug, dass eine verlängerte S-Bahn darin Platz finden würde. Die Busse und U-Bahnen im HVV fahren planmäßig, könnten aber voller als sonst sein.

Auch mit dem Auto muss eine Wartezeit eingeplant werden, zumindest, wenn man aus Bergedorf oder Geesthacht kommt und auf dem Weg zur Arbeit die B5 nutzen muss. Auf Höhe Billstedt gab es dort am Mittwoch, 18. August, einen Lkw-Unfall und bis Montag 16:00 Uhr sollen noch Aufräumarbeiten stattfinden, weshalb die Strecke nur einspurig befahrbar und ab 14:00 Uhr komplett gesperrt sein wird. Erfahrungsgemäß ist auch mit Staus am Nadelöhr Elbbrücken, im Elbtunnel sowie auf den Autobahnen A7, A23 und auf der Autobahn A1 zu rechnen, insbesondere, wenn viele Pendler auf das Auto umsteigen. Wer kann, sollte im Homeoffice arbeiten.

Die Fern- und Regionalzüge der Deutschen Bahn sind vom Streik der GDL ebenfalls betroffen und werden nur eingeschränkt die Bahnhöfe verlassen. Aktuell ist für etwa jeden vierten Zug die Abfahrt geplant. Einzig die Metronom-Züge werden in Hamburg ganz normal fahren. Wer also unbedingt muss und nicht im Home Office bleiben kann, sollte dort nach Alternativen suchen. * 24hamburg.de und wa.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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