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Bäderland: Hier wird jetzt das Gas abgedreht

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Von: Kevin Goonewardena

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Um Energie zu sparen, heizt auch Bäderland Schwimmbecken nicht mehr. Weitere Maßnahmen könnten den Saunabetrieb betreffen. Effekte erst im Herbst spürbar.

Hamburg – Um mit Blick auf die Gaskrise schnell Energie sparen zu können, werden die Außenbecken von städtischen Ganzjahres-Freibädern ab sofort weniger stark beheizt – zuerst blieben sie in diesem Jahr trotz hoher Temperaturen länger als üblich geschlossen. „Dort haben wir bisher immer eine Wassertemperatur von 28 Grad Celsius. Das fahren wir jetzt runter auf 25 Grad“, sagte Bäderland-Sprecher Michael Dietel der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Hamburg.

In Wedel (Kreis Pinneberg) und anderen Bädern im Hamburger Umland verzichten Bäder auf das Vor- und Nachheizen der Becken, um auf diese Art und Weise Energie einzusparen. Auch dort sind die Wassertemperaturen in dieser Saison geringer als in den Vorjahren.

Name:Bäderland
Gegründet:Januar 1995
Anzahl Beschäftigter:mehr als 500 (2019)
Anzahl Bäder:27 Hallen- und Freibäder

Bäderland will Energie sparen: Außenbecken werden nicht beheizt

Bei den großen Sommerfreibädern von Bäderland, für die dringend Bade-Aufsichten gesucht werden, kann auf diesem Weg keine weitere Energie gespart werden – sie sind ausschließlich sonnenbeheizt. Auch die Außenbecken der Ganzjahres-Freibäder in Hamburg werden dann fast ausschließlich durch die Kraft der Sonne warm gehalten.

Freibad MittSommerland im Erholungsgebiet Außenmühle Harburg
Hier wird Gas eingespart: Die Außenbecken der Ganzjahres-Freibäder des Betreibers Bäderland, darunter das MidSommerland in Harburg, werden ab sofort weniger stark beheizt. © stock & people / Imago

Deutliche Einspareffekte wird die Absenkung der Temperatur aber im Herbst und Winter haben. Denn auch dann sollen die Außenbecken der Ganzjahres-Freibäder nur noch mit 25 Grad betrieben werden. „Das ist dann aber verkraftbar, weil wir innen weiterhin die wärmeren Angebote haben. Und im Winter werden die Außenbecken meist ohnehin zum Bahnenschwimmen genutzt“, so Bäderland-Sprecher Dietel.

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Bäderland: Gesenkte Wassertemperatur betrifft weder Innenbecken – noch Duschen

Auf die Duschen und die Wassertemperatur der Innenbecken hatr die Entscheidung von Bäderland keinen Einfluss. „Wir haben ja auch Babyschwimmen, Kinderschwimm- und Gesundheits- sowie Reha-Kurse. Dafür braucht es einfach die wärmere Temperatur.“ Anderenfalls kühlen die Kinder aus und können deshalb nur kürzer im Wasser bleiben. „Oder sie verlieren die Lust am Schwimmen und dann wären ja alle unsere aktuellen Anstrengungen rund um die Schwimmkurse umsonst.“

Bäderland: Reichen die Sparmaßnahmen aus? Auch Sauna-Angebote sollen eingeschränkt werden

Ob diese Sparmaßnahmen bereits ausreichen oder weitere nötig sind, sei zunächst unklar. Eine Idee zum verstärkten Sparen von Energie könne auch das Zurückfahren der Sauna-Angebote im Sommer sein. „Das würden wir aber auch entsprechend der Nachfragen steuern. Wenn die Leute sowieso weniger in die Sauna gehen, können wir über den Sommer diese Angebote auch zurücknehmen.“ Eine momentan breit diskutierte andere Idee hat allerdings nichts mit Energiesparen zu tun: Dabei geht es um die Badebekleidung, die Frauen beim Schwimmbadbesuch tragen dürfen – oder eben gerade nicht tragen. (mit Material der dpa)

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