Bauarbeiten verzögern sich

Elbbrücken-Chaos und Stau: B75 eine Woche länger gesperrt!

Hamburgs Süden befindet sich im Verkehrs-Kollaps. B75 bleibt noch eine Woche länger als geplant gesperrt, Chaos vor den Elbbrücken droht weiterhin. 

Hamburg – Schon ohne Baustellen und Straßensperrungen ist der Hamburger Süden vor den Elbbrücken besonders zur Rushhour ein voll bepackter Blechhaufen. Seit dem 2. Juli aber ist echtes Chaos angesagt. Die Bundesstraße 75 ist komplett gesperrt und die Autobahn A255 ist in Richtung Norden auf zwei Fahrbahnen verengt. Schon die Fahrbahnverengung allein führt zu einem totalen Verkehrschaos, vor allem im Berufsverkehr. Die Sperrung der Wilhelmsburger Reichsstraße ab Wilhelmsburg-Mitte bis zu den Elbbrücken tut da dann ihr Übriges – und jetzt auch noch die Hiobsbotschaft!

B75 weiterhin gesperrt: Asphaltierungsarbeiten müssen unterbrochen werden

„Das Wetter erlaubt leider keine Asphaltierungsarbeiten“, heißt es am Freitag von der Autobahn GmbH des Bundes. Im Klartext: Die B75 bleibt weiterhin gesperrt! Dicht! Zu. Und somit schreitet die Blechlawine in Richtung Super-Chaos an den Elbbrücken von dort aus weiter voran, denn auch die Verengung auf der gegenüberliegenden Seite in Richtung der A1 bleibt dicht.

Bundesautobahn in Deutschland:A255
Länge:2 km
Besondere Bezeichnung: Abzweigung Veddel

Pendler müssen nun also irgendwie seit über einer Woche auf die A1 ausweichen, wo es ja auch nicht besser aussieht. Denn: Durch weitere Sperrungen an der Neuländer Straße, der Winsener Straße, der Neuenfelder Straße, der Stader Straße und am Kanalplatz im Harburger Binnenhafen ist eigentilch zu keiner Tagesszeit ein flüssiges Durchkommen möglich.

Die Sperrung der B75 zwischen Wilhelmsburg-Mitte und den Elbbrücken sorgt für Stau-Chaos in Hamburgs Süden. (Montage 24hamburg.de)

Sperrung der B75: Regen trägt Schuld an der Verzögerung

Ursprünglich war die Aufhebung der B75-Sperrung für den morgigen Sonntag, 11. Juli 2021, geplant. Und alle Autofahrer haben sich in diesem Wissen eisern durch die eine Woche gebissen, vermeintlich sicher wissend, dass das Ende des Chaos ja naht. Vertan, denn so eine Rechnung muss offenbar immer auch mit dem Wetter-Wirt gemacht werden. Und der hat sowohl in den vergangenen Tagen, als vermutlich auch in den kommenden Wochen keine gute Laune. Regen, Starkregen, sogar Tornadowarnungen - alles ganz besonders schlechte Voraussetzungen für die Asphaltierung von Straßen. Auch hatte dieses Wetter zu Unfällen aufgrund von Auquaplaning geführt.

Stau-Chaos in Hamburgs Süden: Auch der Regionalverkehr in Richtung Süden beeinträchtigt

Beim Aufbringen der neuen Asphaltmischung, die besonders lange halten soll und schalldämmend wirkt, muss der Untergrund absolut trocken sein, sagt eine Sprecherin der Autobahn GmbH Nord zu mopo.de. „Da sich sonst Blasen bilden könnten“. Schade. Denken sich zumindest vermutlich die 116.000 Pendler, die täglich die A255 die Elbbrücken überqueren. Noch einmal eine Woche lang im Schritttempo.

Und hoffen können diejenigen, die für die Zeit der B75-Sperrung auf den öffentlichen Regionalverkehr umgestiegen sind nur, dass es sich wirklich nur um eine Woche verlängert. Denn ab dem 17. Juli ist auch die Bahnstrecke zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und Harburg wegen einer Baustelle nur sehr eingeschränkt nutzbar. Das zusammengenommen wäre dann tatsächlich der Pendler-Supergau. * 24hamburg.de ist ein Angebot der IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt

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