Tierbabys und Co.

Ausflüge Hamburg fürs Wochenende: Die fünf beliebtesten Wildparks in und um Hamburg

  • Vivienne Goizet
    vonVivienne Goizet
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Luchs, Wildschwein und Co. – manchmal möchte mensch aus der Stadt raus – vor allem am Wochenende. Für Ausflüge nahe Hamburg eignen sich zahlreiche Wildparks in der Umgebung. Hier die fünf beliebtesten Wildparks rund um Hamburg.

  • Geöffnet: Alle Tierparks sind aus der Coronavirus-Pause zurück und freuen sich wieder über Besucher.
  • In Niedersachsen lockt der Wildpark Schwarze Berge und der Vogelpark Walsrode.
  • In Schleswig-Holstein sind vor allem der Tierpark Gettorf und Wildpark Eehkholt beliebt.
  • In Hamburg* kann man wunderbar und kostenlos im Niendorfer Gehege und in Klövensteen spazieren gehen sowie regionale Tierarten beobachten.
  • Für Meeresfreunde: Seehundauffangstation Friedrichskoog hat wieder geöffnet.

Hamburg – Es gibt tausende Ausflugsziele in und um Hamburg. Doch nur wenige bieten so viel Bewegung und stetige Veränderung wie Wildparks und Tierparks. Wir haben die beliebtesten herausgesucht und die wichtigsten Infos zu jedem Wildpark zusammengestellt. Ob Familienausflug, schlenderischer Nachmittag oder Lerntour – hier lassen sich gut ein paar Stunden verbringen.

1. Wildpark Schwarze Berge

Wildpark Schwarze BergeWildpark in Rosengarten, Niedersachsen
AdresseAm Wildpark 1, 21224 Rosengarten
Eröffnet26. Juni 1969
Besucherzahlen300.000–350.000 pro Jahr
Exponateu. a. Rattentunnel, Uhu Burgruine, Dachse & Füchse
Größe50 ha

Der Wildpark Schwarze Berge hat sich das Motto „Natur nah erleben" auf die Fahne geschrieben. Er gibt Groß und Klein die Möglichkeit an jedem Tag des Jahres knapp 100 Tierarten zu beobachten. Dabei sind die Gehege so naturgetreu wie möglich gehalten. Das bedeutet aber keinesfalls, dass es hier nur einheimische Tiere zu sehen gibt. Die Gelbwangenschildkröte hat beispielsweise ihr natürliches Habitat in den Vereinigten Staaten (USA). Und der Braunbär ist in Deutschland eigentlich seit 170 Jahren ausgestorben.

Ausflüge Hamburg: Niedliche Luchs Babies im Wildpark Schwarze Berge

Ein besonderes Highlight ist die Flugschau. Die Falkner stellen ein paar beeindruckende fliegende Bewohner des Parks persönlich vor. Da gleitet der Adler schon einmal direkt über den Köpfen der Besucher hinweg. Außerdem gibt es tägliche Schau-Fütterungen. An Veranstaltungen bietet der Park Nachtwanderungen und geführte Foto-Touren, bei denen man professionelle Naturfotografie erlernen kann. Übernachten innerhalb des Wildpark Schwarze Berge ist nicht möglich, aber es gibt Camping-Stellplätze auf dem Parkplatz vor dem Park. Öffnungszeiten und Preise sowie aktuelle Coronavirus-Informationen zu Ihrem Besuch finden Sie auf der Website des Wildparks Schwarzer Berge.

2. Vogelpark Walsrode

Weltvogelpark WalsrodeZoo in Bomlitz, Niedersachsen
AdresseAm Vogelpark, 29664 Walsrode
Besucherzahlen300.000 (2011)
Größe24 ha
Vogelarten: u. a. Eulen, Pinguine, Flamingos, Kolibris, Adler, Papageie

Wenn das Wetter in Hamburg* mal nicht so mitspielt, lohnt sich ein Blick ins nahegelegene Bomlitz. Nicht einmal drei Stunden mit der Bahn vom Hamburger Hauptbahnhof* entfernt erstreckt sich ein kleines Vogelparadies mit allerlei Paradiesvögeln. Der Vogelpark Walsrode beherbergt über 4.000 Vögel aus allen Regionen der Welt.

Ein Ausflug aus Hamburg lohnt sich in den Vogelpark Walsrode, wo auch dieser süße Pinguin wohnt.

In einer alten Burgruine tummeln sich Uhus, Käuze und Eulen. Im Kolibri-Haus geht es schnell her mit über 40 Flügelschlägen pro Sekunde. Und besonders beeindruckend ist die Toowoomba-Welt des Weltvogelparks. Hier werden die australischen Vogelarten beherbergt und die erstrahlen in den buntesten Farben. Die frei umher fliegenden Loris lassen sich gerne mal auf Armen und Köpfen der Besucher nieder. Im Vogelpark Walsrode kann man sich gut 6 Stunden aufhalten mit einem Rundgang. Vierbeiner dürfen allerdings nicht mit rein. Öffnungszeiten und Eintrittspreise gibt es auf www.weltvogelpark.de.

3. Tierpark Gettorf

Tierpark GettorfZoo in Gettorf, Schleswig-Holstein
AdresseSüderstraße 33, 24214 Gettorf
Anzahl der Tiere800
Exponateu. a. Afrika-Anlage, Erdmännchen, Schildkröten
Außergewöhnliche TiereNicki, Kibano, Boroko, Kiribati, Lajos, Naomi, Greta, Lola

Der Tierpark Gettorf beherbergt 850 Tiere von 150 verschiedenen Arten. Darunter sind so Exoten wie Affen und Alpakas vertreten. Zudem gibt es hier Zebras, Kamele und, ähnlich wie beim Tierpark Hagenbeck*, pinke Flamingos. Besonders witzig sind die drei Kaiserschnurrbarttamarine, die im Frühjahr 2020 wieder im Tierpark Gettorf eingezogen sind. Die kleine Krallenaffenart sieht durch ihren gebogenen weißen Schnurrbart zugleich weise und frech aus. Normalerweise gibt es in diesem Zoo sogar Mitmachfütterungen. Aus hygienischen Gründen fallen diese jedoch während der Corona-Pandemie aus. Aber Kindergeburtstage kann man mit bis zu neun Personen weiterhin im Tierpark feiern.

Für einen Familienausflug kann man im Park auch Bollerwagen mieten. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtete bereits über die ersten Besucher nach dem Coronavirus. Den Tierpark gibt es bereits seit über 50 Jahren. Er ist, im Gegensatz zu vielen anderen Betrieben dieser Art,, ein Familienunternehmen. Gründer war 1968 Karl-Heinz Bumann. Der gelernte Landwirt Bumann liebte Tiere und legte sich einen kleinen Privatzoo an, den er später der Öffentlichkeit zugänglich machte. Preise sowie Eintritt, Öffnungszeiten und Coronavirus-Regeln gibt es auf der Website des Tierpark Gettorf.

4. Wildpark Eekholt

Wildpark Eekholt KGZoo in Bimöhlen, Schleswig-Holstein
AdresseEekholt 1, 24623 Großenaspe
Exponateu. a. Flugwiese, Graukranich, Eulenstieg, Dachshütte
Größe67 ha

Gegründet 1970 von Hans-Heinrich Hatlapa und seiner Frau Theda Hatlapa entwickelte sich der Wildpark Eekholt bis heute zu einer Institution in Schleswig-Holstein. Der Park sieht sich als Naturerlebnisstätte und möchte Jung und Alt im Umgang mit der Natur bilden sowie einladen ihre Schönheit und Vielfalt zu erkunden. Der Wildpark Eekholt ist seit 2007 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung als „Bildungspartner für Nachhaltigkeit“ anerkannt.

Zu den über 100 Arten im Park gehören Heidschnucken, Dachse und Waschbären. Außerdem kann man hier Störche, Wildschweine und Wildkatzen sehen. Doch über ein Tier wird hier besonders aufgeklärt: Der Wildpark Eekholt hat eine Wolfsmeile, in der man alles über die Wildtierart erfährt. Selbstverständlich endet der Wolfspfad beim über 10.000 Quadratmeter großen Grauwolf-Gehege. Doch eigentlich wartet das wirkliche Highlight am Ende des Rundgangs durch den Park: Ein Streichelzoo-Gehege und ein riesiger Abenteuerspielplatz. Der Wildpark Eekholt ist im HVV* in unter zwei Stunden vom Bahnhof Altona* erreichbar. Alle Infos zu Preisen, Öffnungszeiten und Jahreskarten finden Sie auf wildpark-eekholt.de.

5. Niendorfer Gehege und Klövensteen

Niendorfer GehegeFreizeitzentrum in Hamburg
AdresseNiendorfer Gehege, 22453 Hamburg
ÖffnungszeitenRund um die Uhr geöffnet
Attraktionen: Pony-Hof, Wildgehege, Waldschule, Mutzenbecher Villa, Spielplätze

Das Niendorfer Gehege ist eine Waldanlage im Hamburger Stadtteil Niendorf, Bezirk Eimsbüttel. Da es kein Zoo oder Tierpark ist, gibt es auch keinen Eintritt. Man kann kostenlos durch den Wald spazieren und das Grün genießen. Das gefällt laut Tripadvisor den meisten Besuchern. In der Mitte des Waldes befindet sich ein Wildgehege. Es beherbergt Hirsche, darunter auch Rehe und wird von der lokalen Revierförsterei betreut. Zudem kann man im Naherholungsgebiet Füchse, Hasen und Mäuse in freier Wildbahn sehen.

Im Zuge des „Werte erleben“-Projekts wird die Mutzenbecher Villa von Jugendlichen renoviert. So sollen die jungen Menschen positive Werte als Fundament einer sozialen Gesellschaft zu lernen. Insbesondere bei kleinen Gästen beliebt ist natürlich der Waldspielplatz mit einem beeindruckenden Kletterhaus aus Baumstämmen.

Das gesamte Waldgebiet Niendorfer Gehege umfasst rund 150 Hektar und wird von 15 Kilometern Wanderwegen durchzogen. Es befindet sich unweit des Hamburg Airport*.

Wildgehege KlövensteenTierpark in Hamburg
AdresseSandmoorweg 160, 22559 Hamburg
EigentümerBezirksamt Altona
TiereWaschbären, Rothirsche, Wildschweine, Sikahirsche, Uhus, Fasane
RundgängeRallye für Kinder verfügbar

Klövensteen ist ein großes Waldgebiet in Hamburg und Schleswig-Holstein. Es ist heute mit 580 Hektar ein riesiges grünes Naherholungsgebiet. Inmitten des Forst Klövensteen befindet sich das Wildgehege Klövensteen. Beides kann man kostenfrei erkunden. Allerdings ist das Wildgehege mit Zäunen abgetrennt und kann zu gewissen Zeiten geschlossen werden, beispielsweise wenn die Tiere Ruhe benötigen oder wenn ein gefährlicher Virus rumgeht. Ob und wann das Wildgehege Klövensteen geöffnet ist, erfahren Besucher auf der Seite des Förderverein Klövensteen.

Das Wort Klövensteen kommt aus dem plattdeutschen und setzt sich zusammen aus dem Wort „Klöven“, was in etwas „spalten“ bedeutet, und „Steen“, was plattdütsch für „Stein“ ist. Angeblich gab es hier mal einen Findling, um den sich ein Jäger und niemand geringerer als der Teufel stritten. Da es dem Teufel nicht gelang den Stein zu stehlen, spaltete er ihn entzwei. Es befindet sich zwar ein großer Stein am Eingang des Wildgeheges, doch ob das ein Teil des besagten Findlings ist, bleibt unklar. Das Wildgehege ist mit der S-Bahn Hamburg bis zum Bahnhof Rissen. gut zu erreichen.

Extratipp: Seehundstation Friedrichskoog und Nationalpark Wattenmeer

Seehundstation FriedrichskoogTierschutzorganisation in Friedrichskoog, Schleswig-Holstein
AdresseAn der Seeschleuse 4, 25718 Friedrichskoog
Eröffnet1985
BarrierefreiheitBis auf den Aussichtsturm gegeben
TiereSeehunde, Kegelrobben

Wem bei all den Tieren mehr nach etwas maritimem ist, der sollte nach Friedrichskoog fahren. Dort gibt es eine Auffangstation für verwaiste Heuler, also Seehund- und Robben-Babys. Die Seehundstation Friedrichskoog ist nach Umbauarbeiten wieder geöffnet. Informationen zu Öffnungszeiten, Verhaltensregeln und Eintrittspreisen können Sie der Website der Seehundstation Friedrichskoog entnehmen.

Ausflüge Hamburg: Die Seehund-Auffangstation in Friedrichskoog beherbergt verweiste Heuler und peppelt die Baby Seehunde wieder auf.

Rund um Friedrichskoog und über die Küstenregion der Nordsee erstreckt sich der Nationalpark Wattenmeer. Organisatorisch ist er in Niedersächsisches, Schleswig-Holsteinisches und Hamburgisches Wattenmeer aufgeteilt. Das Wattenmeer ist Weltnaturerbe und wer im Norden Urlaub macht, der sollte mit den Füßen auch einmal im Watt versunken sein, um zu verstehen, was das Wattenmeer eigentlich ist. Das Biosphärenreservat ist zu Flut mit Wasser bedeckt und bei Ebbe begehbar. Deshalb sollten Sie bei Wattwanderungen als ortsfremde Person stets zuvor die Tide studieren oder sich einen Wattführer nehmen. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Rubriklistenbild: © Axel Heimken/dpa/picture alliance

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