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Katzen zum Sterben ausgesetzt – Tierschutzverein setzt 1000 Euro Belohnung aus

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Von: Bona Hyun

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Der Hamburger Tierschutzverein bittet um Hinweise: Fünf Katzen wurden zum Sterben ausgesetzt. Alle Fundtiere waren im schlechten Zustand.

Hamburg – Der Hamburger Tierschutzverein nahm in den vergangenen Wochen fünf Katzen auf, die mutmaßlich ausgesetzt wurden. Alle Tiere waren im gesundheitlich schlechten Zustand. Der Tierschutzverein bittet um Hinweise und hat einen Finderlohn von 1000 Euro pro Katze ausgesetzt. Für eine der Katze kam die ärztliche Hilfe zu spät. Die restlichen Katzen mussten wochenlang versorgt werden, bis sie wieder genesen waren. Der Hamburger Tierschutzverein (HTV) rechnet mit noch mehr Aussetzungen und will die Menschen zur Verantwortung ziehen.

Tierschutzverein in Hamburg:\tHamburger Tierschutzverein von 1841 e. V.
Adresse:\tSüderstraße 399, 20537 Hamburg
Telefon:\t040 2111060

Tierschutzverein Hamburg setzt Finderlohn von 1000 Euro aus – Fünf Katzen zum Sterben ausgesetzt

Die ausgesetzten Katzen waren alle schwer krank – zwei von ihnen hatten nur noch ein Auge, schreibt der Tierschutzverein in einer Mitteilung. Angesichts der steigenden Tierarztkosten werde es mehr solcher Fälle in Hamburg geben. „Wir nehmen wahnsinnig viele Fundtiere auf, das können zwischen fünf und zwanzig sein“, sagte HTV-Sprecherin Dagmar Lüdke-Bonnet der 24hamburg.de-Redaktion. Vor allem während der Ferien würden sich die Fälle häufen.

Ein kleiner schwarzer Kater mit weißen Flecken
Fünf kranke Katzen wurden in den vergangenen Wochen in Hamburg ausgesetzt. Der Hamburger Tierschutzverein bittet dringend um Hinweise. © Hamburger Tierschutzverein von 1841 e. V. (kurz: HTV)

Tierschutzverein: Katze mit einem Auge in Hamburg-Alsterdorf ausgesetzt – alle Fundtiere sind schwerkrank

Einer der vermutlich ausgesetzten Katzen hatte nur noch ein Auge. Katze Amanda wurde in einer schwarzen Tasche in Alsterdorf gefunden und hätte sich nicht alleine befreien können. „Aus Taschen können sich Katzen auch nicht selber befreien, da wird der Tod in Kauf genommen. Da muss man wirklich viel kriminelle Energie haben“, sagte Lüdke-Bonnet. Ebenfalls in einer schwarzen Tasche wurden zwei magere Katzenjungen gefunden. Kater Leo und Lucas mussten mehrere Wochen ärztlich behandelt werden.

Die erst dreieinhalb Monate alte Katze Pauline, ein weiteres Fundtier, konnte rechtzeitig behandelt werden. Doch für Diana, einer Perser-Mischlingskatze, kam jede Hilfe zu spät. „Wenn man die kranken Katzen rechtzeitig behandelt, dann kann man ihnen helfen und sie von ihrem Leid erlösen. Hier hat jemand seine Fürsorge nachgelassen“, sagte Lüdke-Bonnet. Die zwölfjährige Katze litt unter einer Nierensuffizienz und war vermutlich deshalb so schwach.

Eine schwarze Tasche auf dem Boden
In der schwarzen Tasche wurden die beiden Kater Leo und Lucas gefunden. © Hamburger Tierschutzverein von 1841 e. V. (kurz: HTV)

Fundtiere grausam in Hamburg ausgesetzt – Tierschutzverein hat auch mit Energiepreisen zu kämpfen

Der Tierschutzverein Hamburg sucht nach jeglichen Hinweisen, um Anzeige zu erstatten und Menschen zur Verantwortung zu ziehen. Die Zeit für Menschen und verwaiste Tiere sei schwierig. Die steigenden Energiepreise wirken sich auch auf den Betrieb im Tierschutzverein aus. Es gebe wenig Möglichkeiten, zu sparen. Fußbodenheizung sei nötig, damit die Hunde und Katzen nicht an einer Blasenentzündung erkranken und die Reptilien bräuchten Wärmelampen, sagte Lüdke-Bonnet. Hinzu beschäftigt Angestellte der Streit mit der Stadt Hamburg um den Erhalt des Tierheims in der Süderstraße.

Tierschutzverein Hamburg appelliert: Vor Adoption über Kosten für das Tier im Klaren sein

Die Sprecherin des Tierschutzvereins Hamburg richtet sich mit einem Appell an die Tierfreunde: „Die Leute sollten vorher nachdenken, bevor sie ein Tier adoptieren“. Das empfehle auch die Tierheimleiterin, da man vorher bedenken sollte, ob sich die Kosten für ein Tier alle abdecken lassen können. Die Tierheime würden in den schwierigen Zeiten einander unterstützen. So hat das Tierheim Franziskus einige Fundtiere abgenommen, als das Tierschutzverein Hamburg wegen Platzmangel ein Aufnahmestopp drohte.

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