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Hamburg European Open: Spitzen-Tennis im Stadion am Rothenbaum

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Von: Ute Laukner, Nicolai Hackbart

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Finale 2019 im Stadion am Rothenbaum: Rubljow (Russland) - Bassilaschwili (Georgien). Nikolos Bassilaschwili in Aktion.
Nikolos Bassilaschwili im ATP-Finale in Hamburg Rothenbaum. © picture alliance/Daniel Bockwoldt/dpa

Das ATP-Turnier im Tennisstadion am Rothenbaum zieht massenhaft ehrgeizige Profiteilnehmer und schaulustige Fans an.

Hamburg-Rotherbaum – Ein besonderer Ort, um Bälle zu schlagen und Aufschläge zu üben, ist das Tennisstadion Rotherbaum in Hamburg – die größte Anlage für Tennisbegeisterte in ganz Deutschland. Hier veranstaltet die Spielervereinigung ATP jedes Jahr die Hamburg European Open, eines der ältesten und größten Tennis-Turniere für Herren. Und ab 2022 gibt es auch wieder in Hamburg die lang vermissten Damen-Turniere.

Der Deutsche Tennis Bund, kurz DTB, zählt etwa 1,4 Millionen Vereinsmitglieder und ist somit der mitgliederstärkste Tennisverband weltweit. Obwohl die Mitgliederzahlen seit zwei Jahrzehnten rückläufig sind, gilt Tennis hierzulande immer noch als eine der beliebtesten Sportarten.

ATP Hamburg European Open: Tagestickets, Dauerkarten und Premium Seats

Grundsätzlich müssen Zuschauer des Tennis-Turniers tief in die Tasche greifen, um sich einen Platz in den Rängen des Tennisstadions am Rothenbaum zu sichern. Eine Dauerkarte für den Zeitraum von mehreren Tagen kostet in der günstigsten Preiskategorie um die 450 Euro und in der teuersten um 570 Euro.

Außerdem gibt es ein Weekend-Ticket, dieses kostet je nach Kategorie zwischen circa um die 160 Euro und 270 Euro. Für Tageskarten der ersten Kategorie müssen etwa jeweils um die 40 bis 125 Euro gezahlt werden.

Wer es während des ATP-Turniers besonders gemütlich haben will, kann zudem in ein höherpreisiges Ticket investieren, um einen gepolsterten Premium Seat zu ergattern. Dieser kostet, je nach Tag, zwischen 50 und 165 Euro. Im Preis enthalten sind eine Flasche Wasser, ein Turniermagazin und ein Sonnenhut. Aber Achtung: Alle Ticketpreise für die Hamburg European Open fallen an der Tageskasse höher aus.

Hamburg European Open: Anfahrt mit Auto, Bus und Bahn

An der Hallerstraße gelegen, lässt sich das Tennisgelände am Rothenbaum schnell mit dem Auto erreichen. Die Parkplatzsituation vor Ort erweist sich im Regelfall jedoch als schwierig. Die ausgewiesenen Parkplätze an der Alster, im Parkhaus des Pöseldorf Centers, an der Rothenbaumchaussee, Hallerstraße, Hansastraße und rundherum sind schnell belegt und nicht gerade günstig.

Alternativ empfiehlt es sich, mit dem Hamburger Verkehrsverbund, zum ATP-Turnier anzureisen, denn die Tickets für die Hamburg European Open dienen am Turniertag zugleich als Fahrkarte. Am unkompliziertesten gestaltet sich die Anfahrt zu den Hamburg European Open dabei mit der U-Bahn-Linie U1, die an der Haltestelle Hallerstraße hält. Alternativ können auch die Haltestellen Hoheluftbrücke und Dammtor (mit Bus oder Regionalverkehr) angesteuert werden.

Von hier aus sind es etwa 20 Minuten zu Fuß bis zum ATP-Turnier. Außerdem kann ein Bus genommen werden, um ohne großen Fußmarsch ans Ziel zu kommen: In der Nähe des Geländes halten die Linien 15 (Parkallee), 19 (Alsterchaussee), 34 (Hallerstraße) und 605 (Hallerstraße sowie Alsterchaussee).

ATP Hamburg European Open: Geschichte des Tennis-Turniers

Die Hamburg European Open zählen zu den traditionsreichsten Tennisveranstaltungen der gesamten Welt. Premiere feierte das Turnier im Jahr 1892 auf dem Gelände des ältesten Tennisclubs Hamburg, dem Eisenbahnverein auf der Uhlenhorst. 1924 wechselte der Standort schließlich nach Harvestehude.

Seither ist die Anlage am Rothenbaum Austragungsort spektakulärer Tennis-Turniere. Bereits seit 1973 – dem Jahr, in dem die ATP-Weltrangliste eingeführt wurde – treffen sich hier einmal im Jahr alle 26 Erstplatzierten im Kampf um den Titelsieg. Unangefochtener Rekordsieger ist bis heute Roger Federer (38), der bei den Hamburg European Open bereits vier Titel (2002, 2004, 2005, 2007) einstreichen konnte.

Hamburg European Open – Weitere bekannte Sieger waren:

Walter Bonne (†): Turniersieger der ersten Austragung im Jahr 1892.

Rod Laver: Turniersieger im Jahr 1961 und Titelverteidiger im Jahr 1962.

Michael Stich: im Jahr 1993, bis dato der letzte deutsche Turniersieger.

Tommy Robredo: Sieger des 100. Rothebaum-Turniers.

Gustavo Kuerten: Sieger des Tennis Masters Cups 2000.

Rafael Nadal: Sieger in den Jahren 2008 und 2015.

Hamburg European Open: Besonderheiten des Tennisstadions

Im Stadion am Rothenbaum finden nicht nur Tennis-Turniere wie die Hamburg European Open statt, auch die besten Beachvolleyballer der Welt treten hier gegeneinander an. Außerdem wurde die Halle 2006 für die Deutscher Ring Aquatics zum Schwimmbad umfunktioniert. Das Stadion ist also wandlungsfähig und der ideale Austragungsort für zahlreiche Sportevents. Damit dies so bleibt, mussten in den vergangenen Jahren einige Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen werden.

In diesem Zuge wurde beispielsweise das Zeltdach saniert. Dieses lässt sich nun wieder öffnen und schließen, sodass die Sonne reingelassen werden kann, das Hamburger Schietwetter jedoch draußen bleibt. Während des Umbaus wurde zudem der Eingangsbereich an der Hallerstraße freundlicher und großzügiger gestaltet, um die Aufenthaltsqualität zu steigern. Gleiches gilt für die Bereiche der Tennisspieler.

Zudem wurden die Sitzschalen modernisiert. Diese zeigen sich nun in moderner Pixeloptik. Eine übersichtlichere Beschilderung, plakative Tribünenbezeichnungen und Farbgestaltungen erleichtern die Orientierung. Zugleich findet sich neuerdings ein Walk of Champions hinter der Südtribüne. In der interaktiven Ausstellung können sich die Besucher über die Hamburg European Open und die Geschichte des Tennis-Turniers informieren.

ATP Hamburg European Open: Kapazität und Aufbau des Stadions

Die gesamte Stadionanlage, die dem DTB als Hauptsitz und den Hamburg European Open als Austragungsort dient, umfasst dreizehn Tennisplätze plus drei Plätze innerhalb der Halle. Außerdem gibt es zwei Hockey-Trainingsplätze. Insgesamt bietet das Stadion seit dem Umbau Platz für 10.000 Zuschauer. Damit liegt es rund 12.500 Sitzplätze hinter dem Arthur Ashe Stadium in New York, dem größten Tennis-Stadion weltweit.

Doch das Stadion am Rothenbaum bot zeitweise deutlich weniger, aber auch mehr Sitzplätze. 1956 zum Beispiel entstanden 5.000 Sitzplätze; ab 1964 fanden 8.000 Zuschauer auf der Tribüne Platz. 1980 folgte noch ein Ausbau, durch den weitere 1.000 Plätze entstanden. 1997 wurde der Hauptplatz des ATP-Turniers schließlich mit einem mobilen Dach und 13.200 Sitzplätzen bestückt. Bis 2019 zählte das Stadion also zu den vierzehn größten Tennis-Arenen der Welt.

Hamburg European Open 2019: Rückblick Teilnehmer und Preisgelder

Bei den Hamburg European Open 2019 wurde erstmals der Europameister im Profibereich gekürt, denn zuvor fanden im Stadion am Rothenbaum nur die Europameisterschaften der Junioren und Senioren statt. Zudem wurde eine Woche vor dem Sportevent auch die erste U21-Europameisterschaft in Hamburg ausgetragen.

Dann traten die Stars der nationalen und internationalen Szene auf den Platz: Neben dem gebürtigen Hamburger Alexander Zverev (22), deutsche Nummer Eins und Weltranglisten-Fünfter, gingen der Italiener Fabio Fognini (32, ATP 10) und der Österreicher sowie French-Open-Finalist Dominic Thiem (26, ATP 4) an den Start. Wer außerdem am ATP-Turnier teilnahm – und siegte – lässt sich beim Veranstalter erfragen.

Die Teilnahme an dem ATP-Turnier ist durchaus lukrativ: 2019 erhielt der Gewinner des Hauptfelds im Einzel, Nikoloz Basilashvili (28), ein Preisgeld in Höhe von 354.845 Euro. Der Zweitplatzierte, Pablo Carreno Busta (28), durfte sich über 178.220 Euro freuen. Die Gewinner des Hauptfelds im Doppel, Oliver Marach (39) und Jürgen Melzer (38), erhielten jeweils 111.490 Euro. Die genaue Preisgeldübersicht der Hamburg European Open 2019 findet sich online.

Turnierprogramm und Co. der Hamburg European Open

Auch in diesem Jahr 2022 bieten die Hamburg European Open voraussichtlich wieder die perfekte Bühne für nationale und internationale Tennisprofis. Das Logo-Design zeigt übrigens einen Ballaufschlag und zeugt somit von der Dynamik des Spiels. Wer Teil des spannenden ATP-Turniers sein möchte, kann beim Veranstalter das Turnierprogramm einsehen und Tickets erwerben. Hierbei empfiehlt es sich, die besonderen Specials und Rabatte zu beachten.

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