Erster bekannter Fall

Verdacht Hirnthrombose nach Astrazeneca-Impfung: Frau im Krankenhaus

  • Fabian Raddatz
    vonFabian Raddatz
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Über Nebenwirkungen des Impfstoffs Astrazeneca wird heiß diskutiert. In Hamburg wurde eine Frau mit Verdacht auf eine Hirnthrombose in eine Klinik eingeliefert.

Hamburg – Eine Frau wird in die Asklepios-Klinik eingeliefert. Verdacht auf Blutgerinnsel im Hirn. Die Hamburgerin wurde vorher mit dem Impfstoff Astrazeneca geimpft. Das berichtet das „Hamburger Abendblatt“. Der Patienten gehe es mittlerweile wieder gut, auch weil das Blutgerinnsel (auch Hirnvenenthrombose genannt) schnell erkannt und behandelt wurde.

Pharmakonzern:AstraZeneca
Hauptsitz:Cambridge, Vereinigtes Königreich
CEO:Pascal Soriot (seit 1. Okt. 2012)
Gründung:6. April 1999

Es ist der erste dokumentierte Fall einer Sinusvenenthrombose in der Stadt Hamburg. Von den 125.000 Menschen, die im Hamburger Impfzentrum Astrazeneca bekommen haben, habe nach Angaben des Leiters Dirk Heinrich bislang niemand eine gefährliche Hirnvenenthrombose erlitten.

Hamburger landen nach Astrazeneca-Impfung im Krankenhaus

Allergische Reaktionen nach der Corona-Impfung seien das Heftigste an Nebenwirkungen gewesen. Einige Impfkandidaten seien auch im Krankenhaus gelandet. Im Impfzentrum wisse man über die Möglichkeit einer Blutgerinnsel-Erkrankung nach Astrazeneca Bescheid und sei vorbereitet.

Eine Hamburgerin landete nach einer Astrazeneca-Impfung in der Klinik. (Symbolbild/24hamburg.de-Montage)

Über die Gefährlichkeit einer Astrazeneca-Impfung wurde viel berichtet, so starb eine Drei-Fachmutter in Großbritannien nach einer AstraZeneca-Impfung. Auch in Hamburg gab es bereits Meldungen, dass der Astrazeneca-Impfstoff krank mache.

Hirnvenenthrombose nach Astrazeneca-Impfung – Probleme auch bei Biontech

Die Impf-Priorisierung für das Vakzin ist mittlerweile aufgehoben, in Hamburg gibt es Astrazeneca für alle. Das Mittel ist aber nicht das einzige, das für negative Schlagzeilen sorgt: Auch bei Biontech sind Fälle von Herzmuskelentzündung bekannt.

Wenig Nebenwirkungen.

UKE-Mediziner Stefan Kluge über die Impfstoffe von Astrazeneca und Biontech

Dennoch: Gemessen an den Millionen verabreichten Dosen treten diese Extremfälle allerdings äußert selten auf. Prof. Dr. Stefan Kluge vom Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) sagte im 24hamburg.de-Gespräch: „Alle Impfstoffe haben eine gute Verträglichkeit, wenig Nebenwirkungen und sind hocheffektiv in der Vermeidung von schweren Verläufen.“

Bei diesen Nebenwirkungen nach Corona-Impfung sollten Sie trotzdem einen Arzt rufen. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Hendrik Schmidt/dpa & Wolfgang Kumm/dpa

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