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Zweiter Mitarbeiter (24) stirbt nach dramatischem Arbeitsunfall bei Aurubis

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Von: Sebastian Peters, Elias Bartl, Marcel Prigge

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Ein Großaufgebot von Rettungskräften rückte in der Nacht zum Kupferriesen „Aurubis“ aus
Ein Großaufgebot von Rettungskräften rückte in der Nacht zum Kupferriesen „Aurubis“ aus © Sebastian Peters

Bei einem schweren Arbeitsunfall auf dem Gelände von Aurubis in Hamburg-Veddel, wurden drei Arbeiter leblos aus einer Produktionshalle gerettet. Einer ist am Donnerstagmorgen im Krankenhaus gestorben.

Update Freitag, 12. Mai 2023, 10:38 Uhr: Hamburg – Nach dem schlimmen Arbeitsunfall auf dem Gelände von Aurubis ist nun ein zweiter Mitarbeiter in einem Krankenhaus gestorben. Der 24-Jährige starb in der Nacht, teilte die Polizei am Morgen auf Nachfrage mit. Bei dem dritten Arbeiter (53) sei weiterhin stark mit dem Ableben zu rechnen, sagt ein Sprecher der Polizei weiter.

Unfall bei Aurubis in Hamburg: Stickstoff ausgetreten – zwei Mitarbeiter tot

Update, 11. Mai 2023, 10:45 Uhr: Nach dem schweren Arbeitsunfall auf dem Gelände von Aurubis in Hamburg ist am Donnerstagmorgen ein Mitarbeiter im Krankenhaus gestorben. Laut Mitteilung der Feuerwehr seien nach dem Stickstoff-Austritt zwei verletzte Personen bereits an der Einsatzstelle erfolgreich reanimiert worden. Bei beiden kam es zu einer Rückkehr des Spontankreislaufs – sie wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Die dritte Person wurde hingegen unter Reanimationsbedingungen in ein Krankenhaus transportiert. Dort starb er am Donnerstagmorgen.

Erstmeldung, Donnerstag, 11. Mai 2023, 5:23 Uhr: Hamburg – Schwerer Arbeitsunfall in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 11. Mai 2023, auf dem Werksgelände des Kupferriesen Aurubis in Hamburg-Veddel. Gegen 02:25 Uhr kam es offenbar in einer Produktionshalle zu einem größeren Austritt von Stickstoff.

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Unfall bei Aurubis in Hamburg: Stickstoff ausgetreten – drei Mitarbeiter unter Wiederbelebungsmaßnahmen ins Krankenhaus

Wie gefährlich ist Stickstoff?

Verdichteter Stickstoff kann bei unsachgemäßer Handhabung gefährlich sein:

Erstickungsgefahr: In hoher Konzentration kann Stickstoff den Sauerstoffgehalt in der Luft verdrängen und zu Erstickungsgefahr führen. Wenn Stickstoff aus einem Behälter austritt oder freigesetzt wird, kann er schnell den Sauerstoffgehalt in einem geschlossenen Raum verringern, was zu Atemnot und Bewusstlosigkeit führen kann.

Druckexplosionen: Bei unsachgemäßer Lagerung oder Handhabung von verdichtetem Stickstoff in Druckbehältern können Druckexplosionen auftreten, wenn der Druck im Behälter über das zulässige Limit steigt. Diese Explosionen können erhebliche Sachschäden und Verletzungen verursachen.

Die zuerst vor Ort eintreffende Werkfeuerwehr rettete drei leblose Mitarbeiter aus der Produktionshalle. Weitere Einsatzkräfte leiteten sofort die Wiederbelebungsversuche ein.

Mit drei Notärzten war die Feuerwehr Hamburg vor Ort im Einsatz
Mit drei Notärzten war die Feuerwehr Hamburg vor Ort im Einsatz © Sebastian Peters

Mit einem Großaufgebot von Einsatzkräften der Feuerwehr Hamburg wurden die drei betroffenen Personen, teilweise weiterhin unter Reanimationsmaßnahmen, in die Krankenhäuser St. Georg, AK Harburg und das Marienkrankenhaus gefahren.

Wie es zum Austritt des verdichteten Stickstoffes kommen konnte, war in der Nacht noch nicht bekannt. Die Hauptleitung des Stickstoffs wurde aufgrund des Vorfalls vorsorglich abgesperrt. Nach ersten Informationen soll eine der drei Personen lebensgefährlich verletzt sein. Noch vor dem Eintreffen im Krankenhaus erlangte der Arbeiter allerdings das Bewusstsein wieder.

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