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Anwohnerparken in Hamburg: Neue Zonen in Harvestehude – jetzt wird‘s teuer!

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Von: Kevin Goonewardena

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In Harvestehude gibt es nun vier neue Zonen fürs Anwohnerparken. Für Bewohner eine gute Nachricht – alle anderen Autofahrer zahlen nun kräftig drauf.

Hamburg – Nicht nur Staus sind in Hamburg für Autofahrer und Autofahrerinnen ein Dauerärgernis, wie etwa die kürzlich veröffentlichte Studie beweist, die besagt, dass sich die Hälfte der zehn am meisten Stau anfälligsten Straßenabschnitte in Hamburg befinden. Nicht nur deswegen erhält Hamburg den unrühmlichen Titel des deutschen Staumeisters. Auch autofreie Zonen wie in Ottensen, und die Errichtung von Anwohnerparkplätze, die von Grünen in ganz Hamburg gefordert werden, oder die Parkgebühren an sich sorgen rund um das Thema Auto in Hamburg regelmäßig für erhitzte Gemüter.

Mit dem 14. März 2022 kommen nun gleich vier neue Parkzonen, in denen lediglich Anwohner und Anwohnerinnen parken dürfen, im beliebten Stadtteil Hamburg-Harvestehude dazu. Unter anderem rund um das Tennisstadion am Rotherbaum sind ab sofort nur noch direkte Anwohner berechtigt, zu parken – so die Pläne von Senator Anjes Tjarks.

Name:Hamburg-Harvestehude
Bezirk:Eimsbüttel
Fläche:2,0 km²
Bevölkerungsanzahl:17.666 (31. Dez. 2020)

Anwohnerparken in Harvestehude: Strafzettel und Kosten für Bewohner und Besucher in Hamburg

Konkret handelt es sich dabei um die Gebiete am Innocentiapark, rund um die Isestraße und deren Nachbarstraßen, den Klosterstern, sowie um das Tennisstadion am Rothenbaum, in denen der Landesbetrieb Verkehr (LBV) Hamburg die neuen Zonen fürs Anwohnerparken einrichtet. Schon seit dem 7. Februar war es für Bewohner der betroffenen Straßenzüge in Harvestehude möglich, unter anderem auf dem Onlineweg den entsprechenden Anwohnerparkausweis zu beantragen. Sichtbar hinter der Windschutzscheibe platziert, sorgt der Ausweis dafür, dass keine Parkgebühren fällig sind.

Das Bewohnerparken erleichtert den Anwohnerinnen und Anwohnern die Parkplatzsuche, weil wir Sie in der Parkberechtigung bevorzugen

Verkehrsstaatsrat Martin Bill gegenüber dem Hamburger Abendblatt

Wer nicht in den als Anwohnerparkzonen ausgewiesenen Gebieten wohnt und mit nicht über den entsprechenden Ausweis verfügt, muss ab dem 14. März drei Euro pro Stunde für das dortige Parken des Autos zahlen. Die Höchstparkdauer ist zu dem auf drei Stunden begrenzt. Das berichtet das Hamburger Abendblatt. Grundsätzlich zahlen Anwohner 65 Euro im Jahr an den Landesbetrieb Verkehr (LBV) über das Online-Formular – vor Ort beim LBV sogar 70 Euro. Besucher-Ausweise müssen extra bezahlt werden. Wer keinen Anwohner-Parkausweis im Auto liegen hat, muss mit einem Strafzettel rechnen.

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Anwohnerparkzonen sollen Parksituation für Anwohner in Hamburg verbessern

Die Anwohnerparkzonen sind aufgrund der schwierigen Parksituation für die Menschen, die in den betreffenden Gebieten leben, eingerichtet worden, ließen die Verantwortlichen verlauten. Verkehrsstaatsrat Martin Bill sprach in dem Zusammenhang davon, dass der Druck der Parkplatzsuche mit den Maßnahmen genommen und der damit zusammenhängende Verkehr verringert werden soll.

Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks steht mit Fahrradhelm vor einem Anwohnerparkzone-Schild.
Unter Senator Anjes Tjarks sind zahlreiche neue Anwohnerzonen in Hamburg eingerichtet worden. (24hamburg.de-Montage) © Axel Heimken/dpa/Chris Emil Janßen/imago

Anwohnerparken in Harvestehude: Straßenzüge jetzt kostenpflichtig

Der genaue Verlauf der vier neu eingerichteten Anwohnerparkzonen reicht von der Isestraße über die Straße Jungfrauental und die Innocentiastraße über den Klosterstern hinweg bis zum Harvestehuder Weg und der Heilwigstraße. Vom Grindelberg geht es außerdem über die Brahmsallee, Parkallee und Werderstraße bis zur Rothenbaumchaussee. Vier Zonen mussten eingerichtet werden, weil die Straßenverkehrsordnung nur Anwohnerparkzonen mit maximal 1000 Metern Seitenlänge erlaubt.

Eingerichtet sind diese Gebiete täglich von 09:00 Uhr bis 20:00 Uhr als Anwohnerparkzonen. Temporäre Parkausweise für Besucher und Besucherinnen können Anwohner für drei Euro am Tag beantragen. Auch Gewerbetreibende können sich Ausnahmegenehmigungen für ihre Firmenfahrzeuge ausstellen lassen.

In den Bereichen der Straße Am Grindelberg, vor dem Bezirksamt Eimsbüttel sowie um den Eppendorfer Baum ist ein Anwohnerparken aufgrund der vielen dortigen Geschäfte nicht möglich. An den betreffenden Stellen ist deswegen nur kurzzeitiges Parken erlaubt.

Tennisstadion Rotherbaum: Sonderregelungen um die Heimstätte von Micha Zverev

Für den Bereich des Tennisstadions Rotherbaum in dem jährlich das ATP Turnier Hamburg European Open ausgetragen wird, ist es möglich ein Tagesticket zum Preis von 10 Euro zu lösen. So ist es möglich, zum Beispiel Lokalmatador Alexander Zverev und andere Spitzenspieler zum festen Tagespreis bei Turnieren auf dem Ascher-Rund zu verfolgen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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