Sport- und Innensenator Andy Grote

Andy Grote: Sport- und Innensenator Hamburgs, SPD-Politiker und umstrittenes FC-Sankt-Pauli-Mitglied

Andy Grote ist seit 2016 Innensenator der Hansestadt Hamburg. Er wurde bereits mehrfach Opfer von Anfeindungen und Anschlägen. Aktuell muss er sich als Krisenmanager beweisen. Zudem ist er umstrittenes FC St. Pauli Mitglied.

  • Andy Grote wurde am 14. Juni 1968 in Dissen am Teuteburger Wald geboren.

  • Der SPD-Politiker Andy Grote ist bekennender FC-St.-Pauli-Fan.

  • Seit 2016 ist Andy Grote erst unter Olaf Scholz, nun unter Peter Tschentscher SPD-Innensenator in Hamburg.

Hamburg – Der Sport- und Innensenator Andy Grote von der SPD organisiert das Hamburger Leben. Seine Dienststelle ist die Hamburger Behörde für Inneres und Sport.

Politiker:Andy Grote
Geboren:14. Juni 1968 (Alter 52 Jahre), Dissen am Teutoburger Wald
Partei:Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Amt:Mitglied des Bundesrates seit 2016
Ausbildung:Universität Hamburg (1990–1996)

Andy Grote, Beginn seiner politischen Karriere

Andy Grote wuchs in Norddeutschland auf und verpflichtete sich nach erfolgreich bestandenem Abitur als Zeitsoldat bei der Marine. Später folgte eine juristische Ausbildung an der Universität Hamburg. Grote trat mit 28 Jahren in die SPD ein und startete seine politische Karriere. Aus seiner Vita geht hervor, dass er es innerhalb kurzer Zeit vom Bezirksabgeordneten zum Hamburger Innensenator gebracht hat.

Dazwischen folgten Stationen als Bürgerschaftsabgeordneter im Wahlkreis Hamburg-Mitte, sowie die Tätigkeit als Bezirksamtsleiter in Hamburg-Mitte. Seit 2016 ist Andy Grote zudem Mitglied des Deutschen Bundesrates. Im Jahr 2008 wurde Andy Grote als Abgeordneter des Wahlkreises Hamburg Mitte zum ersten Mal in die Hamburger Bürgerschaft gewählt.

Andy Grote ist nicht zu verwechseln mit dem CDU-Politiker Hans-Joachim Grote (geboren 30. April 1955), ehemaligen Bürgermeister der Stadt Norderstedt und ehemaliger Innenminister in Schleswig-Holstein. Der CDU-Mann Grote gab diesen Posten im April ab, um politischen Schaden abzuwenden. Die Umstände werden aktuell noch geklärt. Zwischen den beiden Regionalpolitikern besteht kein Verwandtschaftsverhältnis.

Andy Grote bei der Vorstellung der Kriminalstatistik in Hamburg 2019.

Andy Grote aktueller Innensenator und Coronavirus Krisenmanager in Hamburg

Andy Grotes Partei, die SPD, wurde nach der Hamburger Bürgerschaftswahl im Februar 2020 klar wiedergewählt. Nach amtlichem Endergebnis der Wahl konnte die SPD 39 Prozent der Stimmen für sich entscheiden, somit wurde auch der amtierende Bürgermeister Peter Tschentscher (geboren am 20. Januar 1966) wiedergewählt. Im Hamburger Senat blieb somit auch Andy Grote weiterhin als Innensenator der Hamburger Bürgerschaft aktiv.

Derzeit beschäftigen den SPD-Spitzenpolitiker besonders sport- und innenpolitische Maßnahmen im Kampf gegen das weltweit grassierende Coronavirus-Sars-CoV-2. Als Innensenator mahnt Grote die Hamburger Bevölkerung, sich an die gültigen Allgemeinverfügungen und auferlegten Kontaktsperren zu halten, um die Ausbreitungsgeschwindigkeit des neuartigen Coronavirus-Sars-CoV-2 zu verringern.

Andy Grote stand bereits 2019 in den Schlagzeilen, nachdem der SPD-Politiker in einer aktuellen Stunde die AfD scharf attackiert hatte. So lieferte sich der Hamburger Innensenator mit dem AfD Fraktionschef Alexander Wolf (geboren am 19. April 1967) einen heftigen Schlagabtausch. In der damaligen aktuellen Stunde der Hamburger Bürgerschaft ging es um die Folgen des antisemitischen Anschlages auf die Synagoge in Halle. Hierbei machte Grote der AfD den Vorwurf, dem rechten Terror und Rechtsextremismus neuen Raum gegeben zu haben.

Mit Bezug auf die prekäre Situation von Flüchtlingen in Griechenland erklärte sich Andy Grote als verantwortlicher Innensenator dazu bereit, Flüchtlinge in Hamburg aufzunehmen. Auf Twitter schrieb Grote, dass die Stadt bereit sei, minderjährige Flüchtlinge aufzunehmen. Dies hatte Grote auch gegenüber des Bundesinnenministers Horst Seehofer (geboren am 4. Juli 1949) bekräftigt.

Andy Grote wurde bereits mehrfach Opfer von Anfeindungen und Anschlägen

Andy Grote wurde Ende 2019 von Mitgliedern der linken Szene ins Visier genommen. So wurde der Dienstwagen von Andy Grote Ziel einer Attacke und mit Steinen und Farbbeuteln beworfen. Andy Grote teilte später auf Twitter mit, dass auch sein zweijähriger Sohn in dem Fahrzeug saß und verurteilte die Attacke auf schärfste.

Andy Grote wurde bereits mehrfach Anfeindungen der linken Szene ausgesetzt. Einen Tag nachdem der Anschlag auf Andy Grotes Dienstwagen verübt wurde, tauchte im Internet ein Bekennerschreiben auf. Dieses wurde auf der linken Plattform „indymedia“ veröffentlicht. Dort wurde Andy Grote für die Geschehnisse und Einsätze rund um den G-20 Gipfel in Hamburg verantwortlich gemacht. Auf einem Fahndungszettel der linken Szene werden Andy Grote, Olaf Scholz und die Hamburger Polizei von Berliner Linksextremen gejagt.

Bezüglich des Anschlags erwähnte Andy Grote in einem Interview mit der Hamburger MOPO, dass es in Hamburg zwar eine Vielzahl an gewaltbereiten Linksextremisten gäbe, jedoch sei er der Ansicht, dass vom Rechtsextremismus eine sehr große Gefahr ausgehe.

In einem Interview erwähnte der Politiker Andy Grote zudem, dass er Opfer eines Internetbetrugs wurde. So hatten sich laut Grote die Betrüger verschiedene Waren an verschiedene Adressen auf St. Pauli schicken lassen und sich versuchte, als Andy Grote auszugeben. Der Betrug ging jedoch schief, da eine aufmerksame Zeugin bei der Übergabe bemerkte, dass der vermeintliche Empfänger eine ganz andere Person als Grote war.

Wo wohnt Andy Grote?

Andy Grote lebt im Hamburger Stadtteil St. Pauli in der Wohlwillstraße. Die Straße liegt unmittelbar auf dem Kiez und in direkter Nachbarschaft zum Millerntor-Stadion. Nach eigenen Aussagen sei Andy Grote immer wieder Attacken der linksextremen Szene ausgesetzt und bedürfe daher umfangreicher Schutzmaßnahmen durch den Staatsschutz. Im Jahr 2017 wurde zudem in Andy Grotes Wohnung auf St. Pauli eingebrochen. Auch damals war Grote bereits Innensenator in Hamburg. Vor allem von der linken Szene wird Andy Grotes Wohnort auf St. Pauli oftmals als Provokation wahrgenommen. So ist Grote als Innensenator der oberste verantwortliche der Hamburger Polizei, die oftmals vor allem in der linksextremen Szene sehr negativ wahrgenommen wird. Durch die Ausrichtung des G-20-Gipfels in Hamburg wurde dies noch verstärkt.

Andy Grote als St. Pauli Mitglied umstritten

Andy Grote ist bekennender St. Pauli Fan und auch Mitglied des Vereins. Aufgrund seiner politischen Tätigkeit als Innensenator der Stadt Hamburg ist Grote jedoch gerade beim eher links gerichteten Fanlager des Kiez Clubs äußerst umstritten. So sehen viele linke Anhänger vor allem sein politisches Vorgehen als Innensenator äußerst kritisch. Hier geht es vor allem um ein umstrittenes Polizeigesetz sowie seine von der linken Szene als konservativ wahrgenommene Haltung zu gesellschaftlichen Themen und Umweltfragen.

Vor allem die sogenannten Ultras, einer Fangruppierung des FC. St Pauli, sprachen sich bei einer Podiumsdiskussion gegen Grote als Mitglied beim FC St. Pauli aus. Auch Andy Grotes Rolle während G-20-Gipfels in Hamburg 2017 wird von vielen Mitgliedern des Clubs sehr negativ gesehen. So bezeichnete Grote in einem Interview mit der Mopo den G-20-Gipfel im Vorfeld als ein Festival der Demokratie. Diese Äußerung wurde sehr negativ aufgefasst. Viele dieser Fans fordern immer wieder, dass sich Andy Grote als aktives Mitglied beim Kiez Club zurückziehen sollte.

Andy Grotes Privatleben

Andy Grote lebt mit seiner Lebensgefährtin Catherine Saavedra in Hamburg St. Pauli. Das Paar lernte sich 2015 in Hamburg auf einer Veranstaltung kennen und hat mittlerweile einen Sohn. So wurde Andy Grote im Jahr 2017 Vater. Ebenfalls im Jahr 2017 heiratete Grote zudem seine Partnerin Catherine Saavedra, die Managerin in einem Import- und Exportunternehmen in Hamburg ist. Andy Grote ist zudem stark in den sozialen Medien vertreten. So nutzt der Hamburger Sport- und Innensenator neben Twitter auch aktiv Facebook und Instagram. Dort postet und berichtet Grote stets von seinen politischen Aktivitäten.

 Die wichtigsten Punkte zur Vita des Innen- und Sportsenators von Hamburg, Andy Grote:

  • Studierter Rechtsanwalt

  • Senator für Sport und Inneres in Hamburg seit 2016

  • Wohnt in St. Pauli

  • Mitglied des FC. St. Pauli

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/picture alliance/dpa

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