Kulturfest in Altona

Altonale Hamburg 2020: Größtes Kultur- und Straßenfest des Nordens fällt Coronavirus zum Opfer

  • Johannes Rosenburg
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  • Nicolai Hackbart
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Die Altonale vereint einmal im Jahr Feierlustige und Kultur-Interessierte. Das bunte Straßenfest bietet ein kulturelles und kulinarisches Programm. Leider nicht im Jahr 2020: Wegen der Coronavirus-Pandemie musste die Altonale abgesagt werden.

  • Einmal jährlich findet Norddeutschlands größtes Kultur- und Stadtteilfest statt.
  • Der Hamburger Bezirk Altona öffnet seine Tore und bietet verschiedenste kulturelle Darbietungen. 
  • Im Juni 2020 hätte die nächste Altonale Hamburg stattfinden sollen – aufgrund der Coronavirus-Krise musste das Fest abgesagt werden.

Hamburg – Deutschlandweit ist Hamburgs Stadtteil Altona für den „Bahnhof Altona“ bekannt. Doch Altona kann viel mehr. So wird es im Stadtteil Hamburg-Altona im Sommer unds meist bei gutem Hamburger Wetter besonders bunt: Dann ist es wieder Zeit für die Altonale Hamburg. „Normalerweise“. Wäre da nicht die Coronavirus-Pandemie die zu einer Absage der Altonale 2020 führt.

Das diesjährige Stadtteilkulturfest hätte vom Freitag, 5. Juni bis Sonntag, 21. Juni 2020 stattfinden und Besucherinnen und Besucher aus ganz Hamburg und Umgebung anlocken sollen. Das Straßenfest mit freiem Eintritt bietet (ohne Coronavirus) zahlreiche Theater- und Musik-Darbietungen, Essen aus aller Welt und Kinder-Programm.

Straßenfest Altonale Hamburg: Programm – lokal und weltoffen

Das Straßenfest Altonale Hamburg ist in vielerlei Hinsicht divers: Der bunte Hamburger Stadtteil Altona präsentiert zum einen seine vielfältige lokale Kunst, bietet zum anderen aber jährlich auch eine internationale Kooperation. Dabei zählen nicht nur unterschiedliche Kunst-Veranstaltungen zum Programm, sondern die Altonale Hamburg gliedert sich in eine Vielzahl an offiziellen Darbietungskategorien, die vielfältiger kaum sein könnte:

  • Film-Altonale
  • Kinder-Altonale
  • Kunst-Altonale
  • Literatur-Altonale
  • Musik-Altonale
  • Tanz-Altonale
  • Theater-Altonale

Dazu gesellt sich die Rubrik „vvisionAIR mit Workshops und Ständen rund um das Thema alternatives Konsumverhalten, Regionalität, Upcycling. Schließlich möchte die Altonale Hamburg auch einen kleinen Teil zu einer besseren Welt beitragen, in der zukünftige Generationen noch gut leben können. Das große und berühmte Straßenkunstfestival STAMP ist ebenfalls während der Altonale zu sehen und rundet das Programm mit Hip-Hop und Urban Art ab. STAMP und auch alle anderen der Altonale angeschlossenen Veranstaltungen finden im Jahr 2020 nicht statt beziehungsweise werden verschoben – bedingt durch die Coronavirus-Krise.

Für das leibliche Wohl ist normalerweise ebenfalls international gesorgt – und zwar mit „Altona tischt auf”. Ein regelrechtes Food-Festival mit Essen aus aller Welt und Show-Cooking im Altona-Einkaufszentrum Mercado lässt keinen Hunger zu.

Altonale Hamburg: Ein Blick zurück

Die Geschichte der Altonale reicht bis in die späten 1990er-Jahre zurück. Damals war noch Stadtteilzentrum „Motte“ Hauptinitiator des Kulturfestes. Seit dem Jahr 2009 ist die Kategorie film altonale dank Unterstützung des Hamburg Filmfestes fester Bestandteil des Stadtteilkulturfestes. Seit dem Jahr 2010 wird die Altonale Hamburg von der Non-Profit-Organisation altonale GmbH organisiert. Seit dem Jahr 2006 gibt es zudem internationale Kooperationen. Die Besucherzahlen steigen jährlich an und liegen mittlerweile weit über Fünfhunderttausend.

Altonale Hamburg 2020: Altonale22, Plakatwettbewerb, Programm

Der Termin der diesjährigen Altonale Hamburg 2020 („altonale22“) stand schon lange fest: Im Juni hätte es im Bezirk an der Elbe wieder bunt werden sollen, und zwar unter dem Motto „Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun“! Doch dann kam die Coronavirus-Pandemie und die Altonale 2020 musste abgesagt werden.

Auch für die altonale22 wurde wieder ein Plakatwettbewerb veranstaltet, damit auch die Werbung möglichst künstlerisch lokal entsteht. Neben all den künstlerischen Events, die jedes Jahr stattfinden, bereichern auch ein Kunstmarkt sowie ein Antik- und Flohmarkt das Programm. Zudem ist Aarhus diesjähriges Partnerland der internationalen Kooperation.

Wie auch im letzten Jahr hätte sich die Kunst der Altonale Hamburg in weniger kunstspezifische Räume begeben und hätte beispielsweise im Asklepios Klinikum Altona für Kultur-Momente gesorgt. Wie jedes Jahr wäre zudem auch der Kulturherbst 2020 mit von der Partie gewesen: Hierbei würde der Fokus auf der bildenden Kunst liegen, die in Ausstellungen zu sehen und auf Auktion auch zu kaufen gewesen wäre.

Altonale in Hamburg – leider wegen des Coronavirus erst wieder im Jahr 2021.

Altonale Hamburg – mach es möglich!

Zwar wird die Altonale Hamburg zum Teil durch die Stadt Hamburg finanziert, doch ohne Spenden und Sponsoren und Partner geht es nicht. Schließlich soll auch weiterhin der Eintritt frei bleiben. Aus diesem Grund gibt es eine Reihe an Unternehmen, wie z.B. procom, Quantum, Airbus, altoba, die DWI Gruppe Hamburg oder die Holsten Brauerei, sowie die altonale Freundeskreis e.V., die tatkräftig unterstützen. Außerdem kann jedermann online oder auf dem Straßenfest selbst eine Spende leisten.

Mit dem stetigen Spendenaufruf „Mach es möglich! will die Altonale Hamburg aber nicht nur die eigene Finanzierung sichern. Es soll auch Partizipation schaffen, Unabhängigkeit stärken und natürlich die kreative Weiterentwicklung ermöglichen.

Jobs bei Altonale Hamburg

Ein großes Fest benötigt auch immer viele helfende Hände. Darum sucht auch die Altonale wieder viele Mitarbeiterinnen und Mitstreiter in der Post-Coronavirus-Ära. Vor allem zu den Veranstaltungstagen werden zahlreiche Jobs vergeben, die teilweise bezahlt werden. Daneben sind aber auch ganz viele Stellen für freiwillige Mithelfer ausgeschrieben, ohne die das Festival wohl nicht funktionieren würde.

Ob es vielleicht im Jahr 2020 doch noch einen Ersatz für die altonale22 geben soll, oder diese erst wieder im darauffolgenden Jahr 2021 staffinden wird steht noch in den Sternen. Die altonale GmbH hält Interessierte über ihre Webseite und Newsletter am Laufenden.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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