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Alles für ein TikTok Video? Zwillinge von Regionalbahn erfasst – junge Frau stirbt

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Von: Elias Bartl, Yannick Hanke

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Retter bringen die schwer Verletzte von den Gleisen.
Retter bringen die schwer Verletzte von den Gleisen. © Carsten Neff/DPA

Am Bahnhof Allermöhe sind zwei Frauen von einem Zug erfasst worden. Die Polizei ermittelt nun auch, ob die beiden Schwestern ein TikTok Video drehten.

Hamburg – Beim Überqueren der Bahnschienen am Sophie-Schoop-Weg in Allermöhe sind zwei junge Frauen von einer Regionalbahn erfasst worden. Der Unfall, ereignete sich am Dienstagabend, gegen 19:30 Uhr. Wie ein Sprecher der Bundespolizei berichtet, ist eine der 18 Jahre alten Frauen mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gekommen – die zweite der beiden verstarb noch am Unglücksort.

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Hamburg-Bergedorf: Zwei junge Frauen in Nähe vom S-Bahnhof von EC erwischt worden

Die Zwillinge, sollen laut einem Mitarbeiter der Deutschen Bahn dafür bekannt sein, regelmäßig auf die Bahngleise zu gehen, um kurz vor der Bahn beiseite zu springen. „Das sei der Kick“ sollen sie gegenüber Bahnangestellten gesagt haben. Die Deutsche Bahn wollte dazu am Vormittag offiziell keine Stellung beziehen.

Die Ermittlungen der Bundespolizei gehen derzeit in mehrere Richtungen, sagt ein Sprecher. Es könnte sich um ein tragisches Unglück handeln. Zeugen berichten aber auch von einem Videodreh der beiden Schwestern von Videos für Social-Media-Plattformen wie etwa TikTok.  

Wegen des Rettungseinsatzes mussten Züge über Wittenberge zum Hamburger Hauptbahnhof weitergeleitet werden. Das teilte eine Bahnsprecherin mit. Auch die S21 zwischen Billwerder und Bergedorf konnte zwischenzeitlich nicht fahren. Es wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die beiden Frauen sollen etwa 250 Meter entfernt vom S-Bahnhof von dem Regionalzug erfasst worden sein.

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Polizei geht nicht von Suizid aus – Beamten sprechen von tragischem Unglück

Rettungskräfte arbeiten an der Unfallstelle.
Rettungskräfte arbeiten an der Unfallstelle. © Carsten Neff/DPA

Zunächst hätten die Beamten nur eine schwer verletzte Person im Gleisbett gefunden. Ein Notarzt leitete die Wiederbelebung ein. Kurze Zeit später wurde eine zweite Verletzte an den Gleisen entdeckt. Sie wurde ebenfalls vom Notarzt versorgt. Die genauen Hintergründe des Unglückes sind noch unklar, die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an.

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