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Alkoholkontrollen im Hamburger Hafen: Mit überraschendem Ergebnis

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Von: Christian Einfeldt

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Aufgrund von Schiffskollisionen im Hamburger Hafen wollte die Polizei „noch ein bisschen genauer hinzuschauen“. Das Ergebnis der Alkoholkontrollen überrascht.

Hamburg – Ende Januar 2022 kam es inmitten des Hamburger Hafens vermehrt zu Schiffskollisionen. Meldungen machten die Runde, wie Schiffe gegen Brücken krachten. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) spricht Jens Schertfeger, Kommissar der Wasserschutzpolizei, hinterher von Fällen, die „sehr außergewöhnlich“ waren. Entstanden waren sie nämlich unter Alkoholeinfluss. Es waren Vorfälle, die veranlassten, „bei den Binnenschiffern noch ein bisschen genauer hinzuschauen als wir das eh schon machen“, sagt Schertfeger. Am Hamburger Hafen kam es zuletzt also zu verstärkten Alkoholkontrollen. Nun liegt ein Ergebnis vor, das durchaus unerwartet ist.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Nach Schiffskollisionen im Januar: Verstärkte Alkoholkontrollen im Hamburg Hafen

2021 bilanzierte der Hamburger Zoll bereits eine Rekordmenge von 18 Tonnen Kokain. Ob das Jahr 2022 diesen Negativ-Rekord gar überbietet, steht noch in den Sternen. Nachdem der Zoll am Hamburger Hafen zuletzt im Februar „eine der größten Kokain-Mengen der letzten Jahre“ aufspüren konnte, wurde bereits wenige Tage später der nächste geplatzte Drogen-Coup verkündet. Bereits im Januar entdeckte der Hamburger Zoll Kokain in Wert von über 350 Millionen Euro – die Dimension eines solchen Fundes sollte der Behörde jedoch erst im Februar auffallen.

Die am Hafen sichergestellten Kokain-Mengen sind derart hoch, dass sich schon die Frage stellte, ob Hamburg angesichts des Drogengeschäfts Zustände wie in Amsterdam drohen. Nun macht der Hamburger Hafen erneut Schlagzeilen. Im Fokus stehen jedoch keine Drogen-Deals – die Wasserschutzpolizei Hamburg prüft, was es mit den Schiffskollisionen im Januar 2022 auf sich hatte. Inwiefern werden die Schiffsfahrer den Klischeebilder der Seefahrt gerecht? Nach Schiffskollisionen im Januar führt die Wasserschutzpolizei vermehrt Alkoholkontrollen durch.

Alkoholkontrollen im Hamburger Hafen decken keine weiteren Verstöße auf

Die durchgeführten Kontrollen sollten unter die Lupe nehmen, was es mit den vermehrt aufgetretenen Schiffskollisionen im Hamburger Hafen auf sich hat. Die Verantwortlichen der Wasserschutzpolizei möchten sich selbst ein Bild machen. Den Anlass brachten zwei Vorfälle, die sich Ende Januar in Hamburg zugetragen hatten: Ein Baggerschiff sorgte für Schlagzeilen, als es gegen die Freihafenbrücke gefahren war. Einen Tag später krachte es schon wieder im Hamburger Hafen: Nach Informationen von dpa waren es dieses Mal gleich zwei Brücken, die von einem Binnenschiff gestreift wurden.

Wasserschutzpolizei im Hamburger Hafen.
Wasserschutzpolizei Hamburg reagiert auf die vergangenen Schiffskollision im Hamburger Hafen mit verstärkten Alkoholkontrollen. © dpa/Daniel Bockwoldt

In beiden Fällen wurde den Schiffsfahrern später ein Blutwert von 1,4 Promille nachgewiesen. Jens Schertfeger, Kommissar der Wasserschutzpolizei, ging dem Geschehen die vergangenen Wochen auf den Grund. Gegenüber der dpa stand er Rede und Antwort. Seine Ausführungen überraschen, als er der Presse bestätigte, dass es nach den Schiffskollisionen im Januar keine weiteren Verstöße gegeben haben soll.

Alkoholkontrollen im Hamburg Hafen: Kollisionen im Januar waren „sehr außergewöhnliche Fälle“

Angesprochen auf die durch Alkoholeinfluss bedingten Schiffsunfälle im Hamburger Hafen, spricht Schwertfeger von „sehr außergewöhnlichen Fällen“. Sie würden durchaus dem Klischee der Seefahrt entsprechen – die Realität im Hamburger Hafen sieht hingegen anders aus. In 2020 und 2021 hätte die Wasserschutzpolizei nur wenige Vergehen festgestellt – konkret sollen es bei etwa 5000 Kontrollen zwei Fälle im Jahr gewesen sein.

Dass alleine der Januar 2022 mit zwei aufeinander folgenden Delikten dieser Art aufwartete, verwundert. Es war der Grund, „bei den Binnenschiffern noch ein bisschen genauer hinzuschauen als wir das eh schon machen“, erklärt Schwertfeger der dpa. Sie konnten jedoch „überhaupt keine Feststellungen in Richtung Trunkenheit“. Mit den hoch-frequentierten Kontrollen soll jetzt auch erstmal Schluss sein. Am Hamburger Hafen, wo im Februar die „AIDAprima“ nach Zwangspause wieder eingelaufen war, kehrt auch diesbezüglich wieder der Normalbetrieb ein. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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