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AKK verklagt Hamburger Innenbehörde wegen Anwohnerparkplätzen

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Von: Robin Dittrich

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Das Altonaer Kinderkrankenhaus ist unzufrieden mit den Anwohnerparkplätzen rund um das AKK. Deshalb reichten sie Klage gegen die Hamburger Innenbehörde ein.

Hamburg – Anwohnerparkplätze sind vielen Hamburgern ein Dorn im Auge. Die ohnehin schon prekäre Parkplatzsituation in der Hansestadt Hamburg wird dadurch meist noch verschlimmert. Dem Altonaer Kinderkrankenhaus (AKK) reicht es jetzt – die Klinik reichte Klage gegen die Hamburger Innenbehörde ein.

Institution:Altonaer Kinderkrankenhaus (AKK)
Gründung:24. Mai 1859
Ort:Hamburg-Altona
Mitarbeiter:Fast 1000

Altonaer Kinderkrankenhaus: Klage gegen Innenbehörde wegen Anwohnerparkplätzen

Die Parkplatzsituation in Hamburg ist alles andere als einfach. Weil Mitarbeiter des Altonaer Kinderkrankenhauses jahrelang rund um die Klinik mit Anwohnern um Parkplätze kämpften, griff die Hamburger Verkehrsbehörde im März 2022 ein: Die um das AKK liegenden Parkplätze wurden ab sofort zu Anwohnerparkplätzen. Gegenüber t-online.de sagte der Behördensprecher, dass „die Parksituation und damit die Verkehrssicherheit dadurch deutlich verbessert wurde.“ Die Klinik will das so nicht hinnehmen.

Das Altonaer Kinderkrankenhaus (AKK) reichte Klage gegen die Hamburger Innenbehörde wegen Anwohnerparkplätzen ein.
Das Altonaer Kinderkrankenhaus (AKK) reichte Klage gegen die Hamburger Innenbehörde wegen Anwohnerparkplätzen ein. © Hanno Bode/Imago/Marcus Brandt/dpa (Montage)

Wie mehrere Medien vermeldeten, verklagt das AKK die Hamburger Innenbehörde, um das Anwohnerparken rund um das Krankenhaus wieder aufzuheben. Pflegedirektor Ibrahim Bölad sagte gegenüber der Bild-Zeitung, dass „die Kollegen enttäuscht und frustriert“ sind. Und er wird noch deutlicher: „Vor einem Jahr wurde für sie applaudiert, jetzt hindert man sie daran, ihre Arbeit auszuführen.“ Auf dem Mitarbeiterparkplatz gibt es nur Parkmöglichkeiten für 83 Angestellte, das AKK hat jedoch fast 1000 Mitarbeiter – eine schier unlösbare Aufgabe.

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Klage gegen Anwohnerparken – Mitarbeiter des AKK müssen fürs Parken ordentlich blechen

Zukünftig soll der Mitarbeiterparkplatz des Altonaer Kinderkrankenhauses ausgebaut werden, auch ein „Parkhaus mit 150 Stellplätzen ist in Planung“, sagte die AKK-Sprecherin Svenja Ebert gegenüber t-online.de. Das ist jedoch Zukunftsmusik. Bis dahin müssen Mitarbeiter der Klinik auf bezahlte Parkplätze in der Umgebung umsteigen. Die kosten oftmals rund zehn Euro – für viele Mitarbeiter ist das auf Dauer nicht tragbar. Nur mit Applaus wird diese Situation wohl nicht zu regeln sein – je nach Ergebnis der Klage muss die Hamburger Innenbehörde reagieren.

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Auch Anwohner sind mit den für sie geschaffenen Parkplätzen oft nicht gänzlich glücklich. So werden die Gebühren für Anwohnerparkplätze laufend erhöht. Doch damit nicht genug: Stadtplaner fordern sogar noch höhere Gebühren. Die Bewohner am AKK dürften die für sie geschaffenen Parkplätze weniger stören, anders als die Mitarbeiter der Klinik. Insbesondere Schichtarbeiter des Krankenhauses trifft es besonders hart, obwohl sie die Anwohnerparkplätze nachts theoretisch kostenfrei nutzen können – jedoch nur bis 6:00 Uhr morgens. Da die Nachtschicht oft länger andauert, drohen Strafen wegen Falschparkens.

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