1. 24hamburg
  2. Hamburg

AK Altona: Krankenhaus-Neubau nicht mehr in diesem Jahrzehnt

Erstellt:

Von: Kevin Goonewardena

Kommentare

Irgendwann soll der Neubau des AK Altona das Herzstück eines neuen Gesundheits-Campus in Othmarschen werden. Doch nicht nur die Corona-Pandemie verzögert den Neubau der Klinik.

Hamburg – Als weithin sichtbare Landmarke im Hamburger Westen reckt sich das Altonaer Krankenhaus unweit des Elbtunnels 23 Stockwerke in den Himmel. 50 Jahre haben die Mauern des von Star-Architekt Werner Kallmorgen errichteten Bettenhaus (Eröffnung 1971) bereits auf dem Buckel und es werden noch mehr als geplant dazu kommen. Denn der schon lange geplante Neubau direkt neben dem Hochhaus wird wohl erst jenseits 2030 fertig. Das hat mehrere Gründe.

Name:Asklepios Klinik Altona (bis 2005 Allgemeines Krankenhaus Altona)
Eröffnung:1970 (Bauzeit: 1961-1970)
Höhe:75 Meter / 23 Stockerke
Anzahl Betten:633
An zahl Mitarbeitende:1.550

Verzögerung bei Neubau von Asklepios Klinik: Nicht nur Corona Schuld an verändertem Zeitplan

Der sechsgeschossige Entwurf des Berliner Planungsbüros Architekten Hascher Jehle soll, wenn er fertig ist, direkt neben der Autobahn, auf dem Gelände des früheren Fitnesszentrums Aqua Fit entstehen. Das Klinikum, das Teil eines Gesundheitsstandortes werden soll, wird sich von der über die Paul-Ehrlich-Straße bis zum ehemaligen Klinik-Pförtnerhaus erstrecken, schreibt das Abendblatt. Doch mit der für Frühjahr geplanten Beauftragung eines Architekturbüros für die Umsetzung des Siegerentwurfes, der von einer Jury kurz vor Weihnachten 2019 gekürt wurde, wurde aufgrund der Corona-Pandemie nichts.

Der Siegerentwurf für den Neubau des AK Altona
So soll der Neubau der Asklepios Klinik Altona einmal aussehen. Doch nicht nur aufgrund der Corona-Pandemie verzögert sich das Projekt. Nach Fertigstellung der neuen Klinik wird diese das jetzige Hochhaus des AK Altona aus den 1970er Jahren ersetzen. © Architekten Deutschland GmbH

Doch, wie das Abendblatt berichtet, dürfte die Pandemie nicht der einzige Grund für den nun durcheinandergewirbelten Zeitplan gewesen sein. Die Zusammenlegung von Gesundheits- und Sozialbehörde hat wohl ebenso eine Rolle gespielt, auch aufseiten des Klinikbetreibers Asklepios gab es Probleme, die mittlerweile den Projektleiter ausgetauscht hat.

Zwei Jahre später ist der Stand des Bauvorhabens immer noch der gleiche: „Wir befinden uns aktuell in der zweiten Phase des Vergabeverfahrens, der sogenannten Verhandlungsphase, an deren Ende im neuen Jahr eine Auftragsvergabe an eines der drei prämierten Architekturbüros stehen soll“, so Asklepios-Sprecher Rune Hoffmann gegenüber dem Hamburger Abendblatt.

Immerhin wurde im Sommer das ehemalige Fitnessstudio auf dem Gelände, an dessen Stelle der Klinikneubau errichtet werden soll, nach Jahren des Leerstands abgerissen. Und auch ein Umzug der Kita auf dem Klinikgelände an andere Stelle wird vorbereitet.

Baustart erst in drei Jahren – Kosten von mehr als 500 Millionen Euro erwartet

Vorsichtig äußerte sich Hoffmann zum Baustart „in voraussichtlich etwa drei Jahren“. Mit einer Fertigstellung ist erst ab dem Jahr 2030 zu rechnen. Und nicht nur die anvisierte Zeit dürfte nicht mehr zu halten sein, auch die damals kalkulierten Kosten von 425 Millionen Euro dürften nicht zu halten sein. Denn die Preise für Baumaterialien sind in der Pandemie gestiegen.

Bis zu 800 Krankenhaus Betten – Abriss Asklepios Klinik Altona wegen Zeitgeist nicht durchsetzbar

Bis zu 800 Betten soll die neue Klinik beherbergen können, mehr als das jetzige Hochhaus. Als Teil eines neuen Gesundheits-Campus sollen Klinik und andere neu zu bauende Einrichtungen aus dem Gesundheits- und Medizinsektor als Zentrum des neuen Othmarschen fungieren, dass in den letzten Jahren rund um die Behrringstraße entstanden ist.

24hamburg.de Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Das Hochhaus aus den 1970er-Jahren sollte nach Fertigstellung der neuen Klinik ursprünglich gesprengt werden. Doch weil das Gebäude unter Denkmalschutz steht und ein Abriss nun schwerer durchzusetzen wäre, gibt es Überlegungen für eine Weiternutzung. Eine der Ideen sieht die Nutzung als Wohnheim für Pflegekräfte vor. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare