Reisestopp für Kussmundflotte

Aida Cruises auf Coronavirus-Kurs: Kreuzfahrtgiganten lichten ihre Anker nicht vor Juli

  • Laura-Marie Löwen
    vonLaura-Marie Löwen
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Die Anker der Aida Kreuzfahrtschiffe bleiben weiterhin in trauten Wassern - bis Ende Juni hat die Rostocker Kussmundflotte ihre Fahrten abgesagt.

  • Aida Cruises hat alle Fahrten ihrer Kreuzfahrtschiffe bis zum 30. Juni abgesagt.
  • Die 14 Schiffe bleiben also erstmal in den Häfen liegen, einige auch im Hamburger Hafen.
  • Aida-Kreuzfahrtgäste können sich ihre gebuchten Reisen erstatten oder gut schreiben lassen.


Rostock - #aufaidasehen ist die Botschaft, die Aida Cruises gerade an ihre Kreuzfahrtfans sendet, denn ein so schnelles Wiedersehen der Kussmundflotte wird es erst einmal nicht geben: Bis zum 30. Juni hat die Rostocker Kreuzfahrtreederei alle Fahrten ihrer 14 Schiffe aufgrund der Coronavirus-Sars-CoV-2-Pandemie abgesagt.

Aida Cruises: Kreuzfahrtschiffe müssen wegen Coronavirus-Krise in Häfen bleiben

Nachdem die Bundesregierung am 29. April ihre weltweite Reisewarnung für Touristen wegen der Coronavirus-Pandemie bis mindestens zum 14. Juni verlängert hat, teilte Aida Cruises am Mittwoch in Rostock mit, dass auch seine Kreuzfahrten erst einmal weiterhin pausieren. Auch sei der internationale Urlaubsreiseverkehr zum Erliegen gekommen - mit einer Normalisierung vor Ende Juni 2020 sei wegen der geltenden Einreisebestimmungen in den Aida-Zielgebieten nicht mehr zu rechnen.

Die beiden Aida-Schiffe „Aidaaura“ und „Aidacara“ (rechts) liegen am Kreuzfahrt-Terminal Steinwerder.

Tröstende Nachrichten allerdings für Gäste, die bereits ihre Aida-Kreuzfahrt gebucht haben: Für Gäste, die ihren Kreuzfahrturlaub zu einem späteren Zeitpunkt antreten wollten, werde der bereits gezahlte Reisepreis als Guthaben plus einem zehnprozentigen Bonus zurückgelegt. Dieses Guthaben könne bei Buchungen bis Ende des Jahres 2021 eingesetzt werden. Gästen, die dieses Angebot nicht in Anspruch nehmen möchten, werde auf Wunsch der Reisepreis in Höhe der bereits geleisteten Zahlung erstattet.

Um den Reisebürovertrieb weiter zu unterstützen, werde Aida einen Liquiditätsvorschuss auszahlen. Dieser liege bei zehn Prozent des Guthabens und werde dem Vertriebspartner überwiesen, sobald Aida das Reiseguthaben für den gemeinsamen Kunden angelegt hat.

Kreuzfahrtschiffe im Hamburger Hafen während der Coronavirus-Krise

Auch das Hamburger Kreuzfahrtunternehmen Hapag Lloyd Cruises nahm die Coronavirus-Maßnahmen ernst und pfiff seine Flotte Mitte April zurück in den Hamburger Hafen. Zu einer Verlängerung des Reisestopps hat sich Hapag Lloyd Crew allerdings noch nicht geäußert. Normalerweise wären Schiffe der Aida-Flotte in diesem Jahr auch beim Hamburger Hafengeburtstag dabei gewesen- dieser wurde allerdings aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt. Bereits Ende Juni hat die Reederei Hurtigruten AS mit der Fridtjof Nansen ihren Betrieb im Hamburger Hafen wieder aufgenommen.

dpa/lml

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