Milde Strafe

Abgehoben und unsanft gelandet: Audi-Autoposer muss zahlen

Der Audi R8 wird an der Alster kontroliert.
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Der Audi R8 wurde durch die Polizei angehalten.
  • Sebastian Peters
    VonSebastian Peters
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Auf dem Ballindamm wird ein Autoposer gestoppt. Der Audi-R8 fährt lautstark über die Straße. Eine Polizeistreife hält das Fahrzeug schließlich an.

Hamburg – So haben sich die beiden Norwegischen Autoposer die Ausfahrt nach Hamburg sicherlich nicht vorgestellt. Mit einem blauen Audi R8 knattern die beiden junge Erwachsene über den Ballindamm. Dabei lassen sich häufiger den PS-starken Motor des R8 aufheulen.

Auf dem Ballindamm: Autoposer mit Audi R8 aus Norwegen wird angehalten

Eine ältere Passantin hält sich sogar aufgrund der extremen Lautstärke die Ohren zu. Auch eine zufällig anwesende Polizeistreife wird auf den Audi R8 aufmerksam. Kurzerhand wird das Fahrzeug angehalten und einer Kontrolle unterzogen. Einsatzkräfte nehmen den Führerschein des 23-jährigen Fahrers an sich.

Die Einsatzkräfte gucken sich den lauten Audi genauer an.

Die norwegischen Reisepässe der beiden Insassen werden ebenfalls einkassiert und kontrolliert. Nach einer Personalfernabfrage, die ohne Auffälligkeiten verläuft, werden die beiden Reisepässe und der Führerschein den Norwegern wieder ausgehändigt. Nachdem ein Beamter, der früher bei der Sondereinheit „Autoposer“ der Polizei Hamburg eingesetzt war, sich den R8 näher anguckte, wird erstaunliches festgestellt.

Überraschung – der Audi-R8 darf auf deutschen Straßen fahren, er ist nicht zu laut!

Das Fahrzeug entspricht den tatsächlichen Herstellerangaben. Illegale umbauten können nicht festgestellt werden. Auch die eingebaute Klappenabgasanlage ist bereits durch den Hersteller eingebaut und in Norwegen zugelassen. Ein Polizeibeamter vor Ort sagt: „Dieses Fahrzeug hätte in Deutschland keine Zulassung erhalten. Es ist einfach zu laut. Da es aber in Norwegen durch den Hersteller zugelassen wurde, dürfen die in Deutschland so rumfahren.“

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Die Beamten unterhalten sich mit dem norwegischen Fahrer auf Englisch und fordern die Ausweisdokumente.

Doch ganz ohne Strafe kommt der Norwegische Autoposer nicht davon. Aufgrund des Erzeugens von unnötigem Lärm muss der Autoposer eine Strafe von 20 Euro zahlen.

Hier hebt der Norweger die 20 Euro Strafe ab.

Über diese „Strafe“ kann der Norweger nur müde lächeln. Zwischen zahlreichen Gucci-Einkaufstaschen wird das Portmonee hervorgekramt. Da die Fahrzeugkontrolle direkt vor einem Geldautomaten stattfand, wird das Geld gleich in Bar abgehoben und bezahlt. Danach ging die Fahrt auf deutschen Straßen weiter. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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