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Ab heute: Kältebus fährt wieder durch Hamburg

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Von: Christian Einfeldt

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Ab Dienstag, dem 1. November 2022, fährt der Kältebus wieder durch Hamburg. Ein Projekt zur Obdachlosenhilfe, das jeder unterstützen kann.

Hamburg – Mit Einbruch der kalten Jahreszeit steigt die Dringlichkeit, Obdachlosen zu helfen. Vor allem am Hamburger Hauptbahnhof wächst die Anzahl der Wohnungslosen in Hamburg. Die Sorge vor weiter größer werdenden Zahlen ist groß. Erst vor Kurzem hat Hamburg diesbezüglich einen „traurigen Rekord“ aufgestellt. Eine Maßnahme, die zur Unterstützung der Obdachlosen ergriffen wird: der Hamburger Kältebus. Ein Projekt von „CaFée mit Herz“, das jeder Bürger und jede Bürgerin unterstützen kann

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Hamburger Kältebus: Projekt zur Hilfe von Obdachlosen startet wieder am 1. November

Corona-Krise, Energiekrise, Inflation: „Ich glaube, dass mehr Leute auf die Straße geraten sind durch die schlechte finanzielle Situation“, sagt Christina Pillat-Prieß gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Projekt-Koordinatorin bestätigt des Weiteren, dass mehr Menschen aus dem Ausland, vor allem aus Osteuropa, dazugekommen seien. Die Hilfsbedürftigkeit ist groß – vor allem im Hinblick darauf, dass viele sich davor scheuen würden, das Winternotprogramm der Stadt Hamburg in Anspruch zu nehmen. Aus unterschiedlichen Gründen – aus Furcht vor Corona, Diebstahl oder Aggressionen anderer Bewohnerinnen und Bewohner.

Hamburger Kältebus.
Obdachlosenhilfe: Seit 2019 fährt der Kältebus durch Hamburg. © Christian Charisius/dpa

Ab 1. November: Hamburger Kältebus fährt durch Hamburg – jeder kann helfen

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur unterstützen 65 Ehrenamtliche den Hamburger Kältebus. Auch nachts sind sie im Einsatz – dann zu zweit. Genaue Angaben, wie oft der Bus fährt, lassen sich nicht machen. Ein großer Faktor ist die Temperatur. In der Vergangenheit wurden die Ehrenamtlichen an einem Tag bis zu 50 Mal angerufen – es sei eben „nicht planbar“, sagt Pillat-Prieß. Daher ist es also umso wichtiger auf Abruf bereit zu sein.

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Trotz Inflation unterstützt Hamburg den Kältebus noch immer. Die Spendenbereitschaft ist laut der Projekt-Koordinatorin für den Kältebus kaum zurückgegangen. Im November können an ausgewählten Tagen Spenden zur Obdachlosen-Hilfe abgegeben werden. Darüber hinaus können sie helfen, indem Bürgerinnen und Bürger per Telefon auf Wohnungslose aufmerksam machen, die gefährdet sein könnten. Das ist von 19.00 Uhr bis Mitternacht möglich. Der Kältebus hat warme Decken und Isomatten dabei und kann die Obdachlosen zu einer schützenden Unterkunft fahren. (mit dpa-Material)

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