1. 24hamburg
  2. Hamburg

70 Prozent mehr Einbrüche in Hamburg: Altona und Wandsbek besonders gefährlich

Erstellt:

Von: Elias Bartl

Kommentare

Die Zahlen der Wohnungseinbrüche in Hamburg steigen rasant. Einbrechbanden nutzen die dunkle Jahreszeit, um zuzuschlagen.

Hamburg – Viele Hamburger sind, nachdem sie das letzte Jahr im Homeoffice verbracht haben, nun wieder im normalen Berufsalltag angekommen. Genau das machen sich Einbrecher zunutze und schlagen besonders gerne am frühen Abend zu, während viele Menschen nicht zu Hause sind.

Mehr Einbrüche in der dunklen Jahreszeit: Fast 50 Prozent mehr Einbrüche als im September

Ein Mann mimt einen Einbrecher und benutzt ein Brecheisen, um eine gekippte Terrassentür aufzuhebeln.
In Hamburg steigen die Einbruchszahlen im Vergleich zum Vorjahr rasant. (Symbolbild) © Philipp von Ditfurth/DPA

Im Oktober 2021 macht sich dies besonders bemerkbar. Wie das Hamburger Abendblatt zuerst berichtet, verzeichnete die Polizei 272 Einbrüche im Oktober. Das sind 89 Fälle mehr als im September und entspricht einem Anstieg von 49 Prozent. Generell steigen die Einbruchszahlen in der dunklen Jahreszeit von Oktober bis Ostern um rund 50-70 Prozent im Vergleich zum Restjahr, so eine Sprecherin der Hamburger Polizei auf Anfrage von 24hamburg.de.

Lesen Sie weitere Blaulicht-Meldungen wie: Barmbek: Fahrradfahrer von Lastwagen überrollt – Tot

Einbruch in Hamburg: Sonderabteilung der Polizei im Kampf gegen Einbrecherbanden

Mit einer eigenen Abteilung im LKA hat die Polizei bereits 2015 Einbrecherbanden den Kampf angesagt. Die Abteilung 19 des LKA (Soko Castle) hat sich besonders auf reisende Einbrechbanden spezialisiert, die Hamburg in der dunklen Jahreszeit aufsuchen. Mit gezielten Großeinsätzen und Razzien sollen die Einbrecher aufgescheucht werden. Erst in der vergangenen Woche schlugen die Fahnder gleich zwei mal in Billstedt zu.

Dadurch, dass viele Hamburger das vergangene Jahr der Corona-Pandemie überwiegend zu Hause verbracht haben, sanken auch die Einbruchszahlen. Einbrechern bat sich deutlich weniger die Chance, ungestört zuzuschlagen. Häufig trafen sie bei ihren Raubzügen auf überraschte Bewohner und konnten so schneller festgenommen werden.

Altona, Wandsbek und Billstedt besonders gefährlich: Einbrecher haben es auf Wohngegenden abgesehen!

In diesem Jahr sind besonders die Elbvororte im Bezirk Altona betroffen. Die Einbruchstaten stiegen innerhalb eines Monats um ein Drittel. So waren es im September noch 14 Einbrüche, so sind es im Oktober 40 Taten gewesen, so das Abendblatt. Auch im Osten der Stadt stiegen die Einbrüche im Oktober rasant an. Im Bereich von Borgfelde bis Billstedt, verdoppelten sich die Einbrüche innerhalb eines Monats auf 22. Ebenso stiegen die Zahlen im Bezirk Wandsbek, im Stadtteil der Walddörfer von rund 20 Taten im September auf 62 im Oktober.

Ganz anders stellt sich die Lage im Hamburger Süden dar. So wurden im Oktober 2020 noch 51 Einbrüche angezeigt, so waren es 2021 nur noch 40 Anzeigen. Auch in der Hamburger Innenstadt sank die Zahl der Taten von zehn auf sechs Einbrüchen im Vergleich zum Vorjahr.

Täglich die spannendsten Hamburg-Nachrichten direkt ins Postfach.

Mehr Schutz vor Einrechern: „Beim kleinsten Verdacht 110 wählen!“

Weiterhin niedrig ist allerdings die Quote der Festnahmen auf frischer Tat. Bei den 272 Taten wurden lediglich zwei der Einbrecher von der Polizei vor Ort festgenommen.

Mit Aktionen wie dem Tag des Einbruchsschutzes versucht die Polizei Hamburg die Bürgerinnen und Bürger zu sensibilisieren und nützliche Tipps zum Schutz vor Einbrechern zu geben.

Auch bei der Aktion „in Hamburg schaut man hin“, appelliert die Polizei nach dem Motto: In Verdachtssituationen „Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig“ für die Nutzung des Polizeinotrufs 110 und dem Gespräch mit Polizistinnen und Polizisten. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare