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2G im Hamburger Einzelhandel soll fallen – Ende des „Maßnahmen-Flickenteppich“

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Von: Kevin Goonewardena

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Immer mehr Gerichte kippen die 2G-Regelung im Einzelhandel. Die Hamburger Handelskammer fordert nun auch den Wegfall von 2G: Denn im Norden gelten überall andere Regeln.

Hamburg – Diese Folgen dürften sich die Einzelhändler und deren Interessenverbände so nicht vorgestellt haben: Nach dem Ende des Lockdowns im vergangenen Jahr und der damit verbundenen Wiedereröffnung der Geschäfte, zeigte sich recht schnell, dass sich die Lage dadurch keineswegs gebessert hat. Spätestens mit der Einführung von 2G wurde sichtbar, dass ein Großteil der Kunden dem Handel weiterhin fern blieb. Nun reiht sich auch die Handelskammer Hamburg in die Reihen derjenigen ein, die die Abschaffung der 2G-Regelung fordern.

Name:Handelskammer Hamburg
Gründung:1665
Präsident:Fritz Horst Melsheimer
Mitglieder:rund 170.000 Unternehmen

Corona-Regeln im Einzelhandel überall anders: „Paradebeispiel für den Maßnahmen-Flickenteppich“

Dem Interessenverband, der rund 170.000 Unternehmen aus Hamburg vertritt, geht es laut dem IHK Nord-Vorsitzenden Norbert Aust darum, dass überall im Norden Deutschlands die gleichen Regeln gelten. Das sagte Aust gegenüber des Norddeutschen Rundfunk. „Denn so wie jetzt ist es ein Paradebeispiel für den Maßnahmen-Flickenteppich in der Corona-Politik“, so Aust.

Ein Hinweis auf 2G am Schaufenster eines Geschäfts
Die Handelskammer fordert den Wegfall von 2G in Hamburg. © Christophe Gateau/dpa

Denn während in Hamburg 2G von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Läden am Eingang kontrolliert werden muss, reichen in Schleswig-Holstein Stichproben-Kontrollen und in Niedersachsen sogar nur das Tragen einer FFP2-Maske* – dort gilt 2G im Einzelhandel nicht.

IHK kritisiert neben 2G im Einzelhandel auch Kontaktnachverfolgung in der Gastronomie

Schon in der Vergangenheit hatten Einzelhändler oder Vertreter der Interessengruppen immer wieder die Abschaffung von 2G gefordert. Und auch die noch bestehende Pflicht, die Kontaktdaten der Besucher von gastronomischen Betrieben und Freizeiteinrichtungen zu erfassen, hinterfragt die IHK. Dieser Mehraufwand hätte keinen Nutzen, da die Daten von den Gesundheitsämtern ohnehin kaum mehr zur Kontaktnachverfolgung genutzt werden. Erst kürzlich äußerte sich Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher zur weiteren Verwendung der Luca App zur Kontaktnachverfolgung und deutete eine Abkehr von dieser an.

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Unterdessen hat ein Mannheimer Gericht die 2G-Regel für Baden-Württemberg gekippt*, auch in Bayern setzte der Verwaltungsgerichtshof 2G vor wenigen Tagen aus*. In beiden süddeutschen Bundesländern ist ein Schnelltest für Ungeimpfte nun wieder ausreichend für den Shopping-Bummel. Auch im Saarland gilt die 2G-Regelung nicht mehr. *24hamburg.de, kreiszeitung.de und ludwigshafen24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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