Corona-Pandemie

2G Hamburg: Erste Bilanz – so hat sich das Infektionsgeschehen verändert

  • Natalie-Margaux Rahimi
    VonNatalie-Margaux Rahimi
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Seit Ende August können sich Unternehmen und Veranstalter in Hamburg für 2G entscheiden – dann gelten gelockerte Corona-Regeln. Welchen Einfluss hatte das?

Hamburg – Etwas mehr als einen Monat können Unternehmen, Betriebe und Veranstalter in Hamburg, wenn sie wollen, das 2G-Modell umsetzen. Bedeutet: Auf eigene Anordnung dürfen sie nur noch Geimpften und Genesenen Zutritt gewähren. Dann sind die Corona-Auflagen und Regeln deutlich weniger streng als unter Einhaltung der 3G-Regel. Nach Angaben der Hamburger Gesundheitsbehörde war die Hansestadt das erste Bundesland, das diese Maßnahme konsequent umsetze. Nun zieht die Stadt erste Bilanz.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)
Zweite Bürgermeisterin:Katharina Fegebank (Grüne)
Vorwahl:040

2G Hamburg: So viele Unternehmen und Veranstalter haben auf das neue Corona-Regel-Modell umgestellt

Mittlerweile haben sich laut Hamburger Gesundheitsbehörde 1150 Betriebe dafür entschieden, nur noch Geimpfte und Genesene in ihren Einrichtungen zu begrüßen – also auf das 2G-Modell umgestellt. Von Unternehmen und Betrieben gebe es weiterhin „positive Resonanz“, so ein Sprecher der Behörde im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Erste 2G-Bilanz in Hamburg: So hat sich das Infektionsgeschehen verändert. (24hamburg.de-Montage)

Demnach wollen viele Betriebe in den kommenden Wochen und Monaten komplett auf 2G umstellen. „Das ist ausdrücklich in unserem Sinne – das Zugangsmodell ist eine Option, aus Sicht des Senats eine gute Option, aber keine verpflichtende“, machte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde erneut deutlich. Einige Unternehmen sind seit der Umstellung auf das 2G-Modell jedoch heftigen Anfeindungen durch Gäste und Kunden ausgesetzt.

Zuletzt stellte auch der Hamburger Fußballverein HSV auf das 2G-Modell um. Für das Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf am 16. Oktober 2021 darf das Volksparkstadion wieder bis auf den letzten Platz gefüllt werden. Die Kiezkicker vom FC St. Pauli setzen schon seit einigen Wochen auf 2G.

Hamburg 2G: So hat sich die Umstellung von 3G auf das Infektionsgeschehen ausgewirkt

Aber wie hat sich die Umstellung von 2G auf 3G in Hamburg ausgewirkt? Sind seitdem mehr Infektionen aufgetreten? Immerhin wurde Ende September beschlossen, dass bei 2G sogar die Maskenpflicht in Innenräumen fällt. Seit dem kann auf der Reeperbahn wieder ohne Maske und Abstand gefeiert werden. „Wir haben mit diesem Modell gute Erfahrungen gemacht“, sagte der Sprecher der Behörde der dpa.

„Die Einführung hat sich nach unseren bisherigen Erfahrungen aus dem zurückliegenden Monat nicht in einem unkontrollierten Infektionsgeschehen oder in problematischen Ansteckungssituationen niedergeschlagen“, heißt es weiter. Ein Blick auf die Infektionszahlen bestätigt: Seit Einführung des 2G-Modells sind die Zahlen in Hamburg nicht auffällig angestiegen. Im Gegenteil: Von Anfang September bis Ende September ist die Inzidenz in Hamburg von über 90 wieder in den Bereich der 60 gesunken.

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Zuletzt stieg der 7-Tage-Inzidenzwert allerdings wieder leicht an. Am 1. Oktober 2021 lag die Inzidenz bei 70,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Am Samstag, 2. Oktober 2021, mit 68,3 aber schon wieder unter 70. Ob die weitreichenden Corona-Lockerungen für 2G vom 25. September 2021 für einen dauerhaften Anstieg des Inzidenzwerts in Hamburg sorgen werden, ist derzeit noch nicht feststellbar. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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