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Änderungen im Oktober 2022: Neues bei Gasumlage, Mindestlohn und Maskenpflicht

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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Neue Corona-Regeln treten in Kraft, der Mindestlohn steigt und auch bei Midi-Jobs ändert sich was: Der Oktober 2022 bringt eine Menge Änderungen.

Berlin – Die Änderungen im September 2022 brachten die Energiepreispauschale, Anpassungen bei der Corona-Einreiseverordnung oder die Pflicht für das E-Rezept. Doch auch der Oktober wartet mit allerlei Neuerungen auf, wie kreiszeitung.de berichtet. Zu den Änderungen im Oktober 2022 gehört unter anderem der lange erwartete Anstieg des Mindestlohns, doch auch für Fahranfänger gibt es ebenso Neuigkeiten wie für Impfmuffel. Besonders wichtig: Bei der für Oktober geplanten Gasumlage hat sich etwas geändert – sie fällt weg. 

Was Menschen in Deutschland im kommenden Monat erwartet.

Änderungen im Oktober 2022: Der Mindestlohn steigt auf zwölf Euro

Zu den Änderungen im Oktober 2022 gehört unter anderem der Anstieg des Mindestlohns, von bisher 10,45 Euro auf zwölf Euro. Zu Beginn des Jahres hatte er noch bei 9,82 Euro gelegen. Neu im Oktober und den Monaten zuvor: die Inflation und die Energiekrise drohen auch die Erhöhungen des Mindestlohns wieder aufzufressen, gute Nachrichten zur Gasumlage kommen daher genau richtig. Ursprünglich war der Mindestlohn im Jahr 2015 eingeführt worden, damals betrug er 8,50 Euro.

Das ändert sich im Oktober: Die Gasumlage kommt doch nicht

Auch das ändert sich im Oktober: Die Gasumlage kommt doch nicht! Eigentlich hatte die Sonderzahlung im Oktober in Kraft treten sollen. Mit ihr wären die Preise pro Kilowattstunde um 2,4 Cent gestiegen. Nach der Uniper-Verstaatlichung war die Kritik riesig geworden, die Gasumlage wird jetzt abgeschafft – stattdessen kommt die Gaspreisbremse. Für sie nimmt die Ampel bis zu 200 Milliarden Euro in die Hand. Wann genau sie kommt und wer in welchem Maße von ihr profitiert ist noch nicht klar, Kanzler Olaf Scholz (SPD) verspricht jedoch Klarheit bis Mitte Oktober.

Energiepreise, Gasumlage und Gaspreis
Die Gasumlage fällt nun doch weg – auch das ist neu im Oktober 2022. (Symbolbild) © Malte Ossowski/Sven Simon/Imago

Änderungen im Oktober Corona-Regeln verschärfen sich – doch nicht überall

Zu den Änderungen im Oktober gehört auch, dass sich die Corona-Regeln wieder verschärfen. Unter andrem gilt die FFP2-Maskenpflicht in Bussen und Bahnen des Fernverkehrs. Beim Nahverkehr entscheiden die Länder selbstständig. Ferner müssen Angestellte von Pflege- oder Behinderteneinrichtungen mindestens dreimal wöchentlich einen Corona-Test machen. Ebenso gibt es eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken an diesen Orten, die auch Patientinnen und Patienten in Arztpraxen betrifft.

In welchen Verkehrsmitteln gilt Maskenpflicht – und wenn ja, welche?

Flugzeug: Abgeschafft.

Fernverkehr: FFP2-Maskenpflicht.

ÖPNV: Abhängig vom Bundesland, in Niedersachsen etwa reicht künftig eine OP-Maske.

Den Ländern ist Spielraum gegeben, in öffentlichen Innenräumen, etwa der Gastronomie, Masken vorzuschreiben und in diesem Rahmen Ausnahmen für Geimpfte und Genesene festzulegen. Eine Testpflicht an Schulen und Kitas können auch die Länder verordnen, ebenso wie Masken ab Klasse fünf, im Fall eines andernfalls unmöglichen Präsenzunterrichts. Sollten Gesundheits- und Versorgungswesen an ihre Grenzen kommen, können die Länder weitere Verschärfungen beschließen. Doch nicht überall verschärfen sich die Regeln: Im Flugzeug wird die Maskenpflicht abgeschafft, in Niedersachsen reicht im ÖPNV eine OP-Maske. Und auch in Hamburg gibt‘s im HVV eine Änderung.

Neu im Oktober 2022: Auch die Verdienstobergrenze für geringfügig Beschäftigte steigt

Neu im Oktober 2022 ist auch ein Anstieg der Verdienstobergrenze für geringfügig Beschäftigte. Menschen, die bisher einem sogenannten 450-Euro-Job nachgegangen sind, können mit der Anhebung fortan bis zu 520 Euro verdienen. Das entspricht einer Arbeitszeit von zehn Stunden pro Woche. Als nicht mehr geringfügig beschäftigt gilt, wer diesen Grenzwert öfter als zweimal jährlich überschreitet.

Das ändert sich im Oktober 2022: Auch bei Midi-Jobs steigt die Verdienstobergrenze

Eine Anhebung der Verdienstobergrenze gibt es allerdings nicht nur bei geringfügig Beschäftigten, sondern ebenfalls bei Midi-Jobs – auch das ändert sich im Oktober 2022. Bisher lag die Obergrenze für Jobs dieser Art bei 1300 Euro, ab dem Oktober sollen es dann 1600 sein. Die Änderung ist Teil des Entlastungspakets 3 der Bundesregierung unter Kanzler Olaf Scholz (SPD).

Neu im Oktober: Umsatzsteuer auf Gas sinkt auf sieben Prozent

Neu im Oktober ist zudem eine Senkung der Umsatzsteuer auf Gas. Sie soll für den gleichen Zeitraum gelten, für den auch die Gasumlage bisher geplant ist: Planmäßig wäre das bis zum 31. März 2024. Konkret soll die Umsatzsteuer auf Gas von 19 auf sieben Prozent sinken. Gelten wird das für Lieferungen über das Erdgasnetz, Gaskartuschen fallen damit beispielsweise nicht darunter.

Änderungen im Oktober 2022: Corona-Status ändert sich, Zweitimpfung reicht nicht mehr aus

Wer als vollständig geimpft gelten will, darf ab dem 1. Oktober 2022 nicht mehr nur zweimal geimpft sein, die Änderungen im Oktober 2022 umfassen nämlich auch, dass zweifach-Geimpfte nicht mehr als vollständig immunisiert gelten. Ausnahmen gibt es bei zweifachen Impfungen und einer mittels Antikörpertest nachgewiesenen Infektion vor der ersten Impfung.

Ebenfalls Ausnahmen gibt es für alle mit einer mittels PCR-Test nachgewiesenen Infektionen vor der zweiten Impfung oder aber einer via PCR-Test nachgewiesenen Erkrankung nach Impfung Nummer eins, vorausgesetzt es sind mindestens 28 Tage vergangen. Derweil setzen in der Forschung viele auf die Entwicklung von Nasenspray-Impfstoffen, von denen in Indien bereits einer zugelassen wurde. Auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) setzt Hoffnungen in die Methode.

Neu im Oktober 2022: Neue Fragen bei der Fahrschulprüfung

Neu im Oktober 2022 sind auch einige Fragen bei der theoretischen Führerschein-Prüfung: Insgesamt 52 Fragen werden verändert oder kommen neu hinzu. Für Fahrschüler gilt also, sich die Neuerungen „auf die Festplatte zu Schaffen“, wenn die Prüfung nach dem 1. Oktober abgelegt wird – vorausgesetzt, es soll keine böse Überraschung geben. Doch es ist ohnehin Geduld gefragt: Seit der Corona-Pandemie gibt es Prüfungsstau beim Führerschein.

Änderungen im Oktober: Die Frist zur Grundsteuererklärung läuft aus

Zu den Änderungen im Oktober gehört ebenfalls die Tatsache, dass die Frist zur Grundsteuererklärung ausläuft. Eigentümer sollen sie bis zum 31. Oktober eingereicht haben. In der Politik gibt es unterschiedliche Meinungen zu der Frage, ob es eine Fristverlängerung geben soll – Niedersachsen hat dem bereits eine Absage verteilt.

Bei der Grundsteuererklärung sollten indes einige häufige Fehler vermieden werden, um sich Mühe und Ärger zu ersparen. Besonders die Frage, welche Räume angegeben werden müssen und welche nicht, sorgt bei vielen für Unsicherheit. Bisher ist die Rückmeldequote auch in Niedersachsen noch gering. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte deshalb zuletzt an Grundeigentümer appelliert, sich an die vorhandenen Fristen zu halten.

Neu im Oktober: Kein WhatsApp mehr für ältere iPhones

Neu im Oktober ist auch, dass der Messengerdienst WhatsApp alte iPhones nicht mehr unterstützt. Telefone mit iOS 10 und 11 können den Dienst ab Oktober dann nicht mehr nutzen. Mit einem Upgrade auf iOS 12 oder höher wird die Funktionsfähigkeit von WhatsApp allerdings schnell wieder hergestellt.

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