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Weihnachtsmarkt Bremen: „Bei 2G plus können wir dicht machen“

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Von: Johannes Nuß

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Der Bremer Senat berät, ob die Corona-Warnstufe 3 ausgerufen wird. Dann könnte die 2G plus-Regel gelten, die Schausteller auf dem Bremer Weihnachtsmarkt fürchten das.

Bremen – Der Senat in Bremen kommt am Dienstag, 30. November 2021, zusammen, um über die zukünftige Corona-Strategie im kleinsten Bundesland zu beraten. Da die Hospitalisierungsrate in Bremen aktuell über dem Wert von sechs liegt, steht zur Debatte, dass die Corona-Warnstufe 3 ausgerufen werden muss, was eine Einführung der 2G plus-Regel nach sich ziehen könnte. Aktuell gilt in Bremen die Warnstufe 2 und die 2G-Regel in vielen öffentlichen Bereichen.

Stadt in Bremen:Bremen
Fläche:326,7 km²
Höhe:11 m
Bevölkerung:569.352 (2019)
Bürgermeister:Andreas Bovenschulte
Vorwahl:0421

Corona-Warnstufe 3 in Bremen: Schausteller fürchten Ausweitung der 2G-plus-Regel auf Weihnachtsmarkt

Eine Ausweitung auf die 2G-plus-Regel würde bedeuten, dass auch Geimpfte und Genesene in bestimmten Situation einen negativen Corona-Test vorweisen müssen. Dies sehen besonders die Schausteller auf dem Bremer Weihnachtsmarkt kritisch, weil sie eine Ausweitung fürchten. Obwohl dies eigentlich nicht vorgesehen ist in der Warnstufe 3. Auch die Veranstalter in Deutschland schlagen bereits Corona-Alarm.

Denn dies könnte fatale und vor allen Dingen existenzielle Folgen für den Budenzauber haben, wie der Vorsitzende des Schaustellerverbandes des Landes Bremen, Rudolf „Rudi“ Robrahn der „Bild“-Zeitung sagte: „Dann können wir den Laden auch dicht machen!“ Man fürchtet, dass die Besucher dann wegbleiben und damit auch die Umsätze, die schon jetzt wesentlich weniger sind als in früheren Jahren.

Corona in Bremen: Warnstufe 3 ab einer Hospitalisierungsinzidenz, die höher als sechs ist

In Niedersachsen fordern die Schausteller bereits eine Absage aller Weihnachtsmärkte. Dort soll bereits ab Mittwoch die 2G-plus-Regel gelten. Der Corona-Krisenstab kommt am Mittag in Hannover zusammen, um ausführlich über die neuesten Corona-Maßnahmen in Niedersachsen zu unterrichten.

Schausteller und Marktkaufleute in Niedersachsen fürchten ein Ende der Weihnachtsmärkte bei Einführung der 2G-plus-Regel. Für den Fall, dass es keine andere Möglichkeit gebe, als landesweit die 2G-plus-Regel umzusetzen, sei es besser, dass das Land die Durchführung von Weihnachtsmärkten untersage, teilten am Montag, 29. November, der Landesverband Niedersachsen, der Markt- und Schaustellerverbände sowie der Berufsverband der Schausteller und Marktkaufleute Oldenburg mit.

Polizisten informieren auf dem Weihnachtsmarkt über Taschendiebe und kontrollieren die Einhaltung der Maskenpflicht.
Die Bremer Schausteller fürchten, dass auf dem Weihnachtsmarkt bald die 2G plus-Regel gelten könnte. (Archivbild) © Sina Schuldt/dpa

Um die drohende Pleitewelle unter den Familienbetrieben zu verhindern, sei für die betroffene Branche Unterstützung vom Land und vom Bund notwendig. Die Toleranz für die Einschränkungen und Auflagen sei schon jetzt auf ein Minimum gesunken. Die Schausteller hätten schon jetzt mit einer breiten Verweigerung und großem Unmut zu tun.

2G plus-Regel auf Weihnachtsmärkte in Niedersachsen: „Finanzieller Todesstoß“

Bereits unter 2G-Regeln seien die Einnahmen und die Besucherzahlen drastisch zurückgegangen und schon fast nicht mehr wirtschaftlich. „2G plus würde für die noch geöffneten niedersächsischen Weihnachtsmärkte der finanzielle Todesstoß sein“, hieß es.

Im Vergleich zu anderen gastronomischen Bereichen würden die Schausteller und Marktkaufleute ungleich behandelt, kritisierten die Verbände. Die Regeln für die Weihnachtsmärkte seien blinder Aktionismus und überzogene Maßnahmen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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