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Hochwasser an der Weser: Sturm spült sieben Dixie-Klos ins Wasser

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Von: Fabian Raddatz

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Dixie-Toiletten schwimmen in der Weser am Bremer Osterdeich
Schwimmen sieben Dixie-Klos in der Weser... Dieses Bild bot sich am Donnerstag Spaziergängern am Osterdeich. © Janosch Lenhart

Ungewöhnlicher Einsatz für die Feuerwehr Bremen. Spaziergänger am Osterdeich meldeten mindestens sieben schwimmende Dixie-Toiletten in der Weser.

Bremen – „Ich hoffe, der Einsatz war für die Kollegen nicht allzu k*cke.“ Feuerwehrsprecher Christoph Patzelt muss fast lachen, als er von der „Rettungsaktion“ am Donnerstagnachmittag erzählt. „So etwas haben wir auch nicht jeden Tag.“ Sturm „Ignatz“ und Tief „Hendrik II“ fegten am Donnerstag und in der Nacht über Niedersachsen sowie Bremen und ließ auch die Weser über die Ufer treten.

Strom in Deutschland:Weser
Länge:452 km
Städte:Bremen, Hameln, Minden, Hann. Münden, Bremerhaven, Kassel
Quellen:Werra, Fulda
Münder:Nordsee, Wattenmeer

„Dort, wo die Poller auf dem Bild sind, da verläuft normalerweise der Fußweg“, so Patzelt. Mindestens sieben Dixie-Toiletten wurden so ins Wasser gespült. In langen Wathosen wagten sich die Feuerwehrleute in die stinkenden Fluten, um die Toiletten zu sichern, damit sie in der Weser nicht abtrieben.

Sieben Dixie-Toiletten in der Weser: Bis 14:00 Uhr noch zu bestaunen

„Da wird sicherlich der ein oder andere Fäkalienanteil drin erhalten gewesen sein“, bestätigt auch Lena Hartmann, Sprecherin der Bremer Stadtreinigung. Bei den Dixie-Toiletten habe es sich um die Sommer-Toiletten gehandelt, die entlang des Osterdeichs aufgestellt waren, damit Passanten dort ihre Notdurft verrichten konnten.

Die Toiletten seien ohnehin bereits sehr weit oben aufgestellt worden, so Hartmann, doch, dass so früh im Jahr ein so schwerer Sturm kommt und die Weser so hoch anschwellen lässt, damit habe man nicht gerechnet. Die Dixie-Toiletten sollen am Freitag gegen 14:00 Uhr eingesammelt werden, bevor das nächste Hochwasser angekündigt ist. Solange sind sie noch am Osterdeich zu „bestaunen“.

Dixie-Toiletten in der Weser: Sturm richtet wenig Schaden in Bremen an

Insgesamt hat der erste Herbststurm des Jahres nicht viel Schaden in der Hansestadt angerichtet. Lediglich neun sturmbedingte Einsätze verzeichnete die Feuerwehr Bremen innerhalb von 22 Stunden, schreiben die Einsatzkräfte auf Twitter. Zwischenzeitig stand die Öffnung des Bremer Freimarkts auf der Kippe und musste verschoben werden.

Auch andernorts, etwa in Cuxhaven, Wilhelmshaven und Friesland, blieb es ruhig. Eine Sprecherin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sagte am Freitagmorgen, in der Nacht seien an der Küste und den ostfriesischen Inseln zwar durchaus hohe Wasserstände gemessen worden, die Sturmflutmarke von 1,5 Metern über dem mittleren Hochwasser sei jedoch nicht erreicht worden. Der starke Wind und die Regemassen drückten am Donnerstag auch die Weser über die Ufer.

Die Weser in Bremen ist über die Ufer getreten.
Das Weser-Ufer am Tiefer am Donnerstag. © Lisa Kienzl

Dennoch bleibt es weiterhin stürmisch. Der Deutsche Wetterdienst warnte am Freitagmorgen vor Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 80 und 95 Kilometern pro Stunde an den Küsten. Auch im Binnenland könne es wieder vermehrt stürmische Böen von bis zu 85 Kilometern pro Stunde geben. Gegen Abend soll der Wind dann abnehmen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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