1. 24hamburg
  2. Bremen

Schuhhändler Görtz: Filialen in Bremen schließen nächstes Jahr

Erstellt:

Von: Johannes Nuß

Kommentare

Das Firmenschild des Schuhhändlers Görtz.
Der Hamburger Schuhhändler Görtz ist in finanzielle Schieflage geraten. Im kommenden Jahr sollen in Bremen drei Filialen geschlossen werden. © IMAGO/Hanno Bode/Archiv

Im September wurde die finanzielle Schieflage des Hamburger Schuhhändlers Görtz bekannt. Jetzt ist klar: Bald sollen die ersten Filialen schließen.

Bremen/Hamburg – Seitdem das Insolvenzverfahren über den Hamburger Schuhhändler Görtz eröffnet worden ist, kocht die Gerüchteküche auch in Bremen. Eigentlich hieß es, dass es zunächst keine Schließungen gebe, da das Geschäft saniert werden könne. Dies schien zunächst auch für Bremen zu gelten. Denn die Sanierung in Eigenregie ist auch weiterhin das Ziel des Schuhhändlers.

Schuhhändler Görtz: Filialen in Bremen schließen nächstes Jahr

Jetzt aber ist klar: In Bremen werden im kommenden Jahr aller Voraussicht nach drei der Filialen schließen, berichtet der Weser-Kurier in seiner Online-Ausgabe. Wie es in dem Bericht heißt, sind die Standorte in der Passage am Domshof, im Hauptbahnhof und in der Waterfront von der Schließung betroffen.

„Wir setzen alles daran, im Zuge der Sanierung so viele Filialen wie möglich zu halten“, zitiert der Weser-Kurier einen Sprecher der Kette. In erster Instanz hat der Schuhhändler nun laut dem Bericht die Mietverträge für die betroffenen Stores ausgesprochen. So wie es derzeit aussieht, sollen die Filialen Ende Februar endgültig geschlossen werden. Die Filiale an der Bremer Obernstraße hingegen ist nicht betroffen, heißt es. Und weiter: „Ob eine Filiale tatsächlich geschlossen werden muss, hängt auch sehr vor den Mieten und der Frage ab, ob die Vermieter bereit sind, signifikante Mietreduzierungen zu vereinbaren.“

Schuhhändler Görtz: Filialen in Bremen schließen nächstes Jahr – Seit September läuft Insolvenzverfahren

Der Schuhhändler Görtz aus Hamburg war Anfang September in finanzielle Schieflage geraten und hatte das sogenannte Schutzschirmverfahren in Eigenverantwortung beantragt. Für zwei Töchter wurde zudem ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Der Geschäftsbetrieb in den Filialen, der Zentrale in Hamburg und den beiden Zentrallagern läuft laut dem Unternehmen zufolge uneingeschränkt weiter.

Die Löhne und Gehälter der rund 1800 Beschäftigten für November seien durch die Bundesagentur für Arbeit gesichert. „Ab Dezember 2022 wird Görtz die Löhne und Gehälter wieder aus eigenen Mitteln zahlen“, hieß es bei Verkündung der Probleme. Begründet wird die aktuelle Entwicklung mit dem Ukraine-Krieg, der hohen Inflation und steigenden Energiepreisen, die zu „enormer Kaufzurückhaltung in den Filialen und im Onlinegeschäft“ geführt hätten. (mit Material der dpa)

Auch interessant

Kommentare