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Neue Corona-Verordnung in Bremen: Das gilt jetzt

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Von: Yannick Hanke

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Zu sehen sind das Bremer Rathaus sowie ein Aufsteller eines gastronomischen Betriebs, auf dem auf die 3G-Regel hingewiesen wird.
Ab Freitag, 1. Oktober 2021, gilt in Bremen eine neue Corona-Verordnung. Das Bundesland orientiert sich an vier Corona-Warnstufen, Clubbetreiber oder Restaurantbesitzer greifen je nach Pandemie-Lage auf 2G- oder 3G-Regel zurück. (kreiszeitung.de-Montage) © Sina Schuldt/dpa & Arne Dedert/dpa

In Bremen greift ab 1. Oktober 2021 eine neue Corona-Verordnung. Verschiedene Stufen geben vor, wie sich je nach Inzidenz zu verhalten ist. Der große Überblick.

Bremen – Ab Freitag, den 1. Oktober 2021, tritt im Land Bremen eine neue Corona-Verordnung in Kraft. Mit dieser wird die Hospitalisierungsrate als maßgeblicher Richtwert festgelegt, auf Basis dessen Pandemie-Entscheidungen getroffen werden. Zudem beschreibt die Corona-Verordnung die insgesamt vier Warnstufen. Welche das sind und was sie konkret bedeuten, listet kreiszeitung.de auf.

Stadt in Bremen:Bremen
Fläche:326,7 km²
Höhe:11 m
Bevölkerung:569.352 (2019)
Vorwahl:0421
Bürgermeister:Andreas Bovenschulte

Neue Corona-Verordnung tritt in Bremen in Kraft: Hansestadt orientiert sich an Corona-Warnstufen

Generell orientiert sich das Modell aus vier Corona-Warn- respektive Intensitätsstufen am neuen, zentralen Richtwert: der Hospitalisierungsrate. Mit dieser wird die Zahl der Neuaufnahmen von Corona-Patienten aus dem Land Bremen in den Kliniken innerhalb der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner beziffert.

Es gilt zu berücksichtigen, dass die Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven in dieser Hinsicht getrennt voneinander betrachtet werden. Doch zurück zur Thematik an sich. Laut „buten un binnen“ tritt eine neue Corona-Warnstufe dann in Kraft, wenn der aktuell geltende Inzidenzgrenzwert an fünf aufeinander folgenden Tagen über- oder unterschritten wird. Derzeit würde nach Angaben des Gesundheitsressorts sowohl für Bremen als auch für Bremerhaven die Stufe 1 gelten (Stand: 1. Oktober 2021).

Maskenpflicht bleibt bei allen Corona-Warnstufen bestehen – Großveranstaltungen mit 2G-Regel bilden die Ausnahme

Bei dieser liegt die Hospitalisierungsinzidenz zwischen drei und sechs. In diesem Fall wird empfohlen, einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen einhalten. Eine Abstandsregelung, wie sie in den Niederlanden längst passé ist. Nicht aber in Bremen, wo darüber hinaus vom Senat auf das Einhalten bekannter Hygienemaßnahmen und das Belüften geschlossener Räume hingewiesen wird.

Ab Stufe 1 gilt übrigens die 3G-Regel für Veranstaltungen in Innenräumen. Bedeutet: nur geimpfte, genesene oder getestete Personen erhalten hier Einlass. Es gibt auch eine Warnstufe 0, in diesem Fall liegt die Hospitalisierungsinzidenz zwischen null und drei.

Generell bleibt zudem festzuhalten, dass bei allen Corona-Warnstufen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in folgenden Situationen besteht: im öffentlichen Personenverkehr, in Verkaufsstätten in geschlossen Räumen sowie bei Großveranstaltungen ab 5000 Personen. Ausnahmen von dieser Regel stellen Großveranstaltungen dar, die den Einlass nur nach der 2G-Regel gewähren.

Corona-Warnstufen 2 und 3 in Bremen: Mindestabstand muss eingehalten werden – doch gibt es einige Ausnahmen

Dem wiederum stehen die Corona-Warnstufen 2 und 3 gegenüber. Bei ersterer liegt die Hospitalisierungsinzidenz zwischen sechs und zwölf, bei letzterer über dem Wert von zwölf. Bei beiden Stufen muss außerhalb der eigenen Wohnung ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden.

Doch greifen auch hier erneut Ausnahmen. Diese beziehen sich auf enge Familienangehörige und alle Angehörige eines Hausstandes, Treffen zweier Hausstände oder von bis zu zehn Personen aus verschiedenen Hausständen sowie auf Einrichtungen oder Veranstaltungen, deren Eintritt durch das von Bremer Gastronomen favorisierte 2G-Zulassungsmodell geregelt ist.

Zudem greift die Ausnahme auch bei der Ausübung von Sport, der Betreuung von Kindern in Kitas, dem Unterricht und der Betreuung an Schulen, der Teilnahme an Lehrveranstaltungen und Prüfungen sowie der Nutzung von Lernplätzen der Hochschulen, der Staats- und Universitätsbibliothek sowie der Hochschule für Öffentliche Verwaltung. Zu guter Letzt werden hierzu auch körpernahe Dienstleistungen dazugezählt, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

3G-Regel gilt in Bremen bei Großveranstaltungen ab 5000 Teilnehmern – Option auf Einführung des 2G-Modells besteht

Wenn die Corona-Warnstufe 2 oder 3 erreicht ist, besteht automatisch die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs zugänglich sind, insofern kein geeignetes Schutz- und Hygienekonzept vorliegt. Auch hinsichtlich dieser Regelung gibt es Ausnahmen. Diese gelten für Einrichtungen oder Veranstaltungen, die den Zutritt gemäß der 2G-Regel umsetzen.

Die 3G-Regel greift bei Großveranstaltungen ab 5000 Teilnehmern mit den bekannten Schutzauflagen. Hierzu zählen der Mindestabstand, die Kapazitätsbegrenzung, maximal 25.000 Personen sowie die Maskenpflicht im Innenbereich. Diese Beschränkungen könnten jedoch durch die optionale Einführung eines 2G-Modells entfallen. Bestehen bleiben in jedem Fall die Vorlagepflicht eines Hygienekonzeptes und die Genehmigungspflicht.

Personal, das Kriterien der 2G-Regel nicht erfüllt, muss sich täglich testen lassen

Wenn die Betreiber oder Verantwortliche einer Einrichtung respektive Veranstaltung das 2G-Modell anwenden, werden sie in die Pflicht genommen. Denn in diesem Fall müssen sie für nicht geimpftes und nicht genesenes Personal eine Testung organisieren. Und Personal, dass die 2G-Kriterien nicht erfüllt, muss sich im Zuge dieses Modells täglich testen lassen. Alles, um einer möglichen Corona-Winterwelle Herr zu werden. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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