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Mercedes-Benz-Werk in Bremen: Tausende Mitarbeiter müssen in Kurzarbeit

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Von: Bjarne Kommnick

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Mercedes-Benz-Werk Bremen - Kurzarbeit.
Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen im Bremer Mercedes-Benz-Werk in Kurzarbeit. © dpa/Mercedes-Benz

Ab kommender Woche müssen tausende Arbeiterinnen und Arbeiter im Mercedes-Benz-Werk in Kurzarbeit. Die Gründe liegen in der Produktion.

Bremen – Ab Montag, 11. Oktober 2021, müssen 8000 Beschäftige des Mercedes-Benz-Werkes in Kurzarbeit. Insgesamt umfasst das Werk rund 12.500 Angestellte, damit ist beinahe das ganze Werk von der Maßnahme betroffen. Drei Tage lang gilt die Entscheidung, ab Donnerstag soll der Dienstplan demnach wieder normal weitergehen. Zudem würden in den kommenden 14 Tagen 300 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter das Werk verlassen.

StandortMercedes-Benz Werk Bremen
Personalstand am Standort12.500
Produktionsfläche584.500 m²
Fabrikgelände1.390.000 m²

Grund für die dreitägige Kurzarbeit im Bremer Mercedes-Werk seien nach Lieferengpässe von Motorsteuergeräten. Davon sei ein Großteil der Produktion betroffen, sodass ein normaler Arbeitsablauf nicht möglich sei. Zuletzt mussten Kundinnen und Kunden bereits auf Sonderausstattung in ihrem Auto verzichten. Besonders seit der Corona-Krise waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens der Daimler AG immer wieder in Kurzarbeit.

Mercedes-Werk Bremen: Immer wieder Kurzarbeit

Auch in den vergangenen Monaten waren Lieferschwierigkeiten von Halbleitern Grund dafür, dass tausende Mercedes-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt worden waren. Auch damals mussten Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter bereits das Werk verlassen. Die 300 Leiharbeitenden, die das Werk nun verlassen müssen, würden ebenfalls nicht mehr benötigt werden. Zuletzt hatte das Unternehmen Millionen in den Bremer Standort investiert.

Die deutsche Autoindustrie muss sich scheinbar auf einen Umbruch vorbereiten. Immer wieder klagen verschiedenste Autohersteller und Zulieferer über den größten Materialmangel seit 1991. Besonders technische Computerteile würden fehlen. Kurzarbeit und komplette Produktionsstillstände sind nicht selten die Folge.

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Trotzdem boomt der Automarkt wie seit 2018 nicht mehr. Doch dieser Zustand kann nur eine Momentaufnahme sein, denn der Umstieg auf Elektroenergie wird Investitionen in Milliardenhöhe verursachen. Einige Forscherinnen und Forscher erwarten einen Stellenabbau von bis zu 200.000 Jobs in den kommenden Jahren. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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