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„Maritime Woche“ kehrt zurück: Schiffsparade zum Schifffahrtstag

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Von: Jörg Esser

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Ein Flyboarder auf der Weser.
Spektakuläre Tricks versprechen die Flyboarder für ihre Vorführungen während der „Maritimen Woche“. © Esser

Nach zwei Jahren Corona-Pause kehrt die „Maritime Woche“ an die Bremer maritime Meile zurück. Und zum krönenden Abschluss heißt es beim Schifffahrtstag „Schiffe gucken“.

Bremen – Es geht wieder los, es gibt wieder eine „Maritime Woche“ in der City, an der Schlachte und „umzu“. Nach zwei Jahren Corona-Pause „gibt es einen großen Nachholbedarf“, sagt Jens Ristedt, Vorstandsvorsitzender der Einzelhändlervereinigung City-Initiative, die das bunte Veranstaltungspaket auf die Beine gestellt hat.

Maritime Woche in Bremen

Die „Maritime Woche“ beginnt in diesem Jahr mit dem Festwochenende von Freitag bis Sonntag, 23. bis 25. September, und mündet eine knappe Woche später in den Deutschen Schifffahrtstag, der am Donnerstag, 29. September, in Bremen beginnt und dann nach Bremerhaven weiterzieht, wo er am Sonntag, 2. Oktober, mit einem Gottesdienst in der Großen Kirche (10 Uhr) abgeschlossen wird.

Leinen los: „Maritime-Woche-Kapitän“ Steffen von Rotenhan hat „das Programm umgewürfelt, das Festwochenende vor die Exkursionswoche geschoben, damit zum Finale Platz für den Schifffahrtstag mit einer großen Bootsparade bleibt. Das maritime Allerlei beginnt am Freitag, 23. September, mit einem Soft-Opening – mit dem Shanty-Chor Mahndorf (15 Uhr), Rike May (17 Uhr) und Captain Candy auf der Eventbühne am Martinianleger. Freitag beginnen auch der „Maritime Markt“ und der Kajenmarkt am oberen und unteren Schlachte-Ufer zwischen Martinianleger und Teerhofbrücke. Marktbestände und Schlemmer werden bis Sonntag, 25. September, täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Für Live-Musik sorgt am Sonnabend unter anderem der 64-köpfige Marinechor „Blaue Jungs“ aus Bremerhaven (15.30 Uhr). Und es gibt im Laufe des Tages diverse Wassersportführungen – Flyboarder, Amphicars und Thundercats sind auf der Weser im Einsatz. Außerdem laden sechs Helgoländer Börteboote zu Rundfahrten auf der Weser ein.

Rundfahrten mit Helgoländer Börtebooten

Am Sonnabend ab 19.30  Uhr steht die Lichterfahrt mit rund 100 Booten und Schiffen auf dem Programm. Gegen 21.15 Uhr wird dann ein großes Feuerwerk gezündet.

Ein üppiges Unterhaltungsprogramm wird also geboten. Aber nicht nur das: Am Sonnabend und Sonntag wird die Forschungsmeile aufgebaut. 20 Institutionen und Vereine von „Jugend forscht“ über das Alfred-Wegener-Institut (AWI) bis zum Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen (Marum) präsentieren in 22 Pagodenzelten viel Wissenwertes – vom Bau einer Wasserrakete bis zu Unterwasseraufnahmen von Expeditionen, sagt Marie Hermann, „Erste Offizierin“ der „Maritimen Woche“. Die Forschungsmeile öffnet am Sonnabend und Sonntag jeweils von 10 bis 18  Uhr.

Die „Alexander von Humboldt 2“.
Kommt nach Bremen und fährt dann nach Bremerhaven: die „Alexander von Humboldt 2“. © DPA/Gambarini

Von Montag bis Mittwoch folgen Exkursionen hinter die Kulissen maritimer Betriebe wie der BLG Cargo Logistics im Neustädter Hafen. Bustouren und Radtouren werden organisiert. Im Haus der Wissenschaft an der Sandstraße sowie im Hafenmuseum Speicher XI in der Überseestadt werden dem interessierten Publikum sechs Vorträge, unter anderem über die Bremer Seemannsmission und Autonome Schifffahrt, angeboten.

Bustouren, Radtouren und Vorträge

Dann folgt der Deutsche Schifffahrtstag, der laut von Rotenhan erstmals seit 60 Jahren wieder im Land Bremen vor Anker geht und unter dem Motto „Nachhaltige Schifffahrt: Gemeinsam, klar, sauber!“ steht. Er beginnt am Donnerstag, 29.  September, um 16.30 Uhr mit einem (öffentlichen) Festakt im St.-Petri-Dom, dem ein (nicht öffentliches) nautisches Dinner im Rathaus folgt. Am Freitag, 30. September, zieht der Schifffahrtstag nach Bremerhaven um – mit einer großen Schiffs- und Bootsparade auf der Weser. „Die Paradeaufstellung ist im Streckenabschnitt zwischen dem ehemaligen Wendebecken Europahafen und der Einfahrt Neustädter Hafen vorgesehen“, heißt es. Und weiter: „Start der Parade ist in Bremen um 8.30 Uhr mit dem Ziel, dass die Spitze der Parade Bremerhaven um 15 Uhr erreicht.“

Mit dabei sind unter anderem die Windjammer „Alexander von Humboldt 2“ und „Großherzogin Elisabeth“, die Hansekogge „Ubena von Bremen“, das Feuerschiff „Elbe 1“, der Seenotrettungskreuzer „Hermann Rudolf Meyer“, das Forschungsschiff „Atair“ und viele weitere Traditionsschiffe und Sportboote. Die Veranstalter kündigen die „größte Schiffs- und Bootsparade auf der Weser seit Jahrzehnten“ an.

Weitere Infos unter www.deutscher-schifffahrtstag.de und www.maritimewoche.de

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