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Wetter in Deutschland: Klimahaus zeigt extreme Naturgewalten

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Von: Yannick Hanke

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Links sind die Überreste einer Eisenbahnbrücke am Saffenberg Tunnel im Ahrtal (Nordrhein-Westfalen) zu sehen. Rechts ist das Klimahaus Bremerhaven zu sehen.
Flutkatastrophen wie im Ahrtal sind Folgen des Klimawandels. Über solch Extremwetter-Situationen soll künftig eine Ausstellung im Klimahaus Bremerhaven informieren. © Marc John/imago/Sina Schuldt/dpa

Ohne Zweifel, der Klimawandel verursacht Hitze, Dürre und Sturmfluten. Dieses Extremwetter wird vom Klimahaus Bremerhaven in einer Ausstellung thematisiert.

Bremerhaven – Extremwetter in Deutschland wird leider immer mehr zur Realität. Wer noch immer den Klimawandel leugnet, muss mitunter nur aus dem Fenster schauen, um eines Besseren belehrt zu werden. Sturmfluten, extreme Hitzephasen wie im Juli 2022 oder Dürre sind die spür- und sichtbaren Folgen, welche die globale Klimakrise mit sich bringt. Darauf will das Klimahaus in Bremerhaven aufmerksam machen. Im Rahmen der Ausstellung „Wetterextreme“ sollen Besucher für das Thema sensibilisiert werden.

Wetter in Deutschland: Klimahaus Bremerhaven informiert über Extremwetter – 11,4 Millionen Euro für Ausstellung

Wie unter anderem „buten un binnen“ berichtet, erhält das Klimahaus Bremerhaven 11,4 Millionen Euro, um die geplante Ausstellung zum Wetter in Deutschland zu realisieren. Das hatte der Senat in Bremen am Montag, 4. Juli 2022, beschlossen. Das Geld für die „Wetterextreme“-Ausstellung soll dabei aus einem Sondertopf für Klimaschutzprojekte kommen.

Auf insgesamt 1100 Quadratmetern wird den Besuchern des Klimahauses Bremerhaven verdeutlicht, was der Klimawandel konkret bedeutet. Mit einer drehbaren Hubplattform soll künftig über drei Etagen durch unterschiedliche Szenarien von Extremwettereignissen gefahren werden. Mitte September soll die europaweite Ausschreibung für die „Wetterextreme“-Ausstellung beginnen.

Klimahaus Bremerhaven: Klimawandel ist Thema der „Wetterextreme“-Ausstellung – Wetter in Deutschland wird extremer

Vorher müssen jedoch noch die „Hausaufgaben“ gemacht werden. Heißt: Die zuständige Deputation sowie der Haushalts- und Finanzausschuss müssen noch der Freigabe der 11,4 Millionen Euro für die geplante Extremwetter-Ausstellung zustimmen. Ziel ist es auch, dass durch die neue Ausstellung wieder mehr Besucher in das Klimahaus Bremerhaven kommen. Das Museum hätte extrem unter der Corona-Pandemie gelitten. 2010 gab es noch 700.000 Besucher, zuletzt nur noch 450.000 jährlich.

Die Überflutungskatastrophen im vergangenen Jahr in NRW und Rheinland-Pfalz haben gezeigt, wie wichtig es ist, über solche Gefahren zu informieren und zu sensibilisieren.

Maike Schaefer (Grüne), Bremen Senatorin für Klimaschutz, in einer Pressemitteilung

Interessierte an der „Wetterextreme“-Ausstellung im Klimahaus Bremerhaven sollen ein modifiziertes Wetterstudio erleben können und viele Informationen über Wetterextreme im Allgemeinen erhalten. Unklar ist jedoch noch, wann der Ausstellungsbereich konkret öffnen kann. Grundsätzlich bietet das Klimahaus Bremerhaven die Möglichkeit, eine Reise durch verschiedene Klimazonen zu unternehmen. (mit Material der dpa)

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