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Der sündige Maskenball „La Rebelión“ kehrt ins Bremer Park Hotel zurück

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Von: Thomas Kuzaj

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In einer „betörenden Burlesque-Nummernrevue“ tritt die Künstlerin Pinky Peacock auf.
In einer „betörenden Burlesque-Nummernrevue“ tritt die Künstlerin Pinky Peacock auf. © Alexander Hess

Bremen – Das Bremer Park Hotel als Schauplatz verruchten Treibens, als sündiger Spielplatz im Stil der wilden 20er… warum nicht? Glamour und Erotik, Show-Elemente, Akrobatik und Ballgeflüster – all das und einiges mehr gehört zu der Veranstaltungsreihe „La Rebelión“, die jetzt ihren Neustart nach der Pandemie-Zwangspause erlebt; einmal mehr initiiert und inszeniert von dem Bremer Künstler, Fotografen und Geschichtenerzähler Phil Porter (33) aus dem Schnoor.

Mit der neuen Ausgabe von „La Rebelión“ soll das Park Hotel erneut zu einer sinnlichen Bühne werden, der Kuppelsaal seinem Namen womöglich buchstäblich alle Ehre machen – am Sonnabend, 9. Juli, ab 20 Uhr. „Bremens skandalträchtigste Veranstaltung ist zurück“, sagt Porter. Nach zwei Jahren Pause werde das Park Hotel „endlich wieder zum Hinterzimmer jener Hedonisten und Halunken, denen das Momentum der Unberechenbarkeit Versprechen ist“.

Der Abend steht unter dem Motto „Götter und Gestalten“. Es wird gern gesehen, wenn sich die Besucher dem Motto folgend kleiden und inszenieren. Masken sind hier alles – bis sie fallen… „Keine Perle ist zu wenig, keine Garderobe zu tailliert. Interpretieren Sie das Motto aufregend extravagant oder klassisch und dezent. Bitte beachten Sie, dass das Tragen einer Maske zum Einlass verpflichtend ist. Dafür können Sie gern auf andere Kleidungsstücke verzichten“, heißt es unmissverständlich.

Swing, Charleston und 60 Darsteller im Bremer Park Hotel

„Jeder hat die Möglichkeit, sich so zu geben, wie er immer schon sein wollte“, so Porter im Gespräch mit unserer Zeitung. „La Rebelión“ und das Park Hotel bieten den Rahmen dafür, den Zugang zur Kuppel gibt es so nur hier, heißt es. 60 Darsteller kommen zur Eröffnung der neuen Maskenball-Saison, Porter erwartet mehr als 400 Gäste.

Initiator und Zeremonienmeister Phil Porter am Eingang des Park Hotels.
Initiator und Zeremonienmeister Phil Porter am Eingang des Park Hotels. © PhilPorter/Ben Drücker

Swing, Charleston, verruchter Jazz… eine sechsköpfige Band mit Sängerin sorgt für die akustische Untermalung und die nötigen Tanz-Rhythmen – das „,Park-Hotel-Tanzorchester‘ unter der Leitung von Monsieur Conrad Schwenke“, so formuliert es Porter, „präsentiert anregende Liebeserklärungen an das Berlin der 20er und frühen 30er Jahre sowie freche Tanzmusik zur gepflegten Koketterie.“

Carl Mattfeld bittet zum „Lindy Hop“ aufs Parkett. Dieser amerikanische Swing-Tanz aus den 30ern hat viele Fans in der Region, sagt Porter. So gebe es in Bremen eine große „Lindy-Hop“-Szene. Zum Programm zählt auch ein „Lindy-Hop“-Tanzkurs „mit der französischen Sensation Madame Eléna“.

Burlesque-Künstlerin Pinky Peacock als „prickelnder Tropfen Verheißung“

Oldenburg wiederum, so der Gastgeber und Zeremonienmeister, ist ein Hotspot der erotischen Burlesque-Tanz-Szene. Und so treten auch Burlesque-Stars im Park Hotel auf. Zum Ensemble von „La Rebelión“ zählt – neben „Boylesque“-Stars, die es natürlich ebenfalls gibt, das ist hier gar keine Frage – beispielsweise die hannoversche Burlesque-Künstlerin Pinky Peacock, die als „Göttin der Abendunterhaltung“ angekündigt wird. Denn schließlich sei sie nichts weniger als „der prickelnde Tropfen Verheißung in unserem süßen Cocktail der Abendunterhaltung“.

Nun, die Darsteller sitzen getarnt unter den Gästen mit am Tisch, das garantiert Überraschungen. Und ansonsten? Zigarrengarten unter freiem (Sternen-)Himmel, Schaumwein-Pyramide, ein umherziehender Ganove mit Bauchladen. Auch Vorschläge wie diesen gibt es: „Lassen Sie sich nackt von Monsieur Giffon zeichnen.“ Für alle, die sich nicht sicher sind, ob das etwas für sie ist, gilt dieser Rat: „Das Orakel Antonin fängt Ihre Schwingungen auf und berät Sie in allen Lebenslagen.“

Für „La Rebelión“ am 9. Juli gibt es noch einige Restkarten zum Preis von etwa 100 Euro, heißt es. Der nächste Maskenball folgt gleich nach den Sommerferien – am Sonnabend, 27. August (etwa 34 bis 114 Euro). Das Motto dann: „Tanz der Toten“. „Phil Porter ist tot! Lassen Sie uns dieses Ereignis gemeinsam feiern“, heißt es dazu mit durch und durch morbidem Charme in einer Vorschau.

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