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Bremen nimmt Intensivpatienten aus Sachsen auf

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Von: Thomas Kuzaj

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Zu wenig Hinweisschilder? Auf dem Bremer Marktplatz sind die Regel-Hinweise kaum zu übersehen. . .
Zu wenig Hinweisschilder? Auf dem Bremer Marktplatz sind die Regel-Hinweise kaum zu übersehen. . . © Kuzaj

Bremen – Das Land Bremen hat in der Nacht zu Sonntag die ersten zwei Intensivpatienten aus Sachsen übernommen. Das teilte das Gesundheitsressort mit.

Die beiden schwer erkrankten Corona-Patienten wurden per Flugzeug von Dresden nach Bremen transportiert. „Anschließend wurden die beiden per Intensivtransport nach Bremerhaven gebracht und werden jetzt in den Kliniken Reinkenheide und Am Bürgerpark behandelt“, hieß es weiter. Für Sonntag wurden zudem zwei weitere Intensivpatienten erwartet, die im St.-Joseph-Stift (Schwachhausen) und im Klinikum Bremen-Ost aufgenommen werden sollten.

„Die Situation in den Krankenhäusern in weiten Teilen Deutschlands ist inzwischen extrem zugespitzt“, sagte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke). „Da ist es ein Akt der Solidarität, dass wir im Land Bremen Kapazitäten zur Behandlung zur Verfügung stellen.“ Insgesamt habe das Land Bremen fünf freie Intensivplätze zur überregionalen Verlegung gemeldet. Die Verlegungen erfolgen auf Grundlage des sogenannten Kleeblatt-Konzepts. Niedersachsen bildet dabei mit Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern das „Kleeblatt Nord“, um sich bei Engpässen unter den Bundesländern gegenseitig zu helfen.

Drei weitere Todesfälle in der Stadt Bremen

Unterdessen hat es in der Stadt Bremen drei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Corona gegeben. Das meldete das Gesundheitsressort am Sonntag. In der Stadt gibt es damit nun 415 Todesfälle seit Pandemiebeginn, im gesamten Land Bremen sind es 543.

Für das Land Bremen waren am Sonnabend 208 Neuinfektionen gemeldet worden, am Sonntag noch einmal 119 – nämlich: 91 in der Stadt Bremen, 28 in Bremerhaven. In der Stadtgemeinde Bremen kletterte der Inzidenzwert am Sonntag auf 214,3, so das Gesundheitsressort weiter. In Bremen werden 58 Corona-Patienten stationär behandelt. 19 Patienten liegen auf der Intensivstation, 14 von ihnen müssen beatmet werden. In Bremerhaven werden 13 Patienten stationär versorgt. Drei liegen auf der Intensivstation, einer wird künstlich beatmet.

Corona-Kontrollen: Bremer Polizei schließt Lokale

Vor dem Hintergrund der rasant ansteigenden Corona-Fallzahlen unterstützte die Polizei am Freitag- und Sonnabendabend das Ordnungsamt bei Kontrollen in Lokalen und auf dem Weihnachtsmarkt. Die Einsatzkräfte überprüften 34 Gaststätten und führten Aufklärungsgespräche mit mehr als 1. 000 Menschen, so Polizeisprecher Nils Matthiesen am Sonntag. Die Beamten trafen auf dem Weihnachtsmarkt „immer wieder auf Gäste, die keinen Mund-Nasen-Schutz trugen, was viele Betroffene mit der geringen Anzahl der Hinweisschilder begründeten“, so der Sprecher. In manchen Lokalen wurden die vorgeschriebenen 2G-Kontrollen nicht schon im Eingangsbereich gemacht. Dafür gab es Ordnungswidrigkeitenanzeigen.

Bei der nächtlichen Kontrolle von Clubs und Discos wurde Freitag eine Bar in der Innenstadt geschlossen, da Verstöße gegen die 2G-Regelung für Gäste vorlagen – und die eingesetzte Mitarbeiterin obendrein gegen die 3G-Regel verstieß, so Matthiesen. Sonnabendnacht wurde genau diese Bar erneut dichtgemacht, da sich hier abermals nicht geimpfte Personen aufhielten und kein Hygienekonzept vorlag. Matthiesen weiter: „Auch der Betrieb einer Shishabar führte zu Anzeigen, hier gab es mangelnde Kontaktnachverfolgungen und ausgebliebene Nachweise der Identität.“ Bei einer Disco in der Bahnhofsvorstadt fehlten Betriebsgenehmigung, Schutz- und Hygienekonzept. Schluss mit lustig – die Einsatzkräfte schlossen auch dieses Lokal.

Insgesamt schrieben sie 33 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und kontrollierten den Impfstatus von etwa 750 Personen. „Dazu wurden noch einige Menschen verwarnt, die ihren Müll und ihre Körperflüssigkeiten auf der Straße entsorgten“, so die Formulierung von Polizeisprecher Matthiesen.

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