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Zerstückelt im Koffer: Der grausame Tod von Ekaterina aus Bremerhaven

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Von: Fabian Raddatz

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Aktenzeichen XY ungelöst Moderator Rudi Cerne und die Vermisste Ekaterina B.
Aktenzeichen XY: Der tragische Fall der 32-jährigen Ekaterina Baumann wird in der Sendung gezeigt. (kreiszeitung.de-Montage) © Polizei Bremerhaven/Georg Wendt/dpa

Wochenlang suchte die Polizei nach einer jungen Mutter aus Bremerhaven – doch lebend fanden sie Ekaterina B. nicht mehr. Der grausame Fall bei Aktenzeichen XY.

Bremerhaven – Es war ein Passant, der den Koffer entdeckte. Herrenlos trieb dieser im Wasser am Ufer der Weser in Bremerhaven, in Höhe des Atlantic-Hotels Sail City. Der Mann verständigte die Behörden. Die Polizei vermeldete einen Tag später in einer Pressemitteilung die schreckliche Nachricht. Im Koffer hätten sich Leichenteile befunden. Es war die vermisste Ekaterina B.

Die verzweifelte Suche nach der jungen Mutter mit russischen Wurzeln aus Bremerhaven fand damit ein grausames Ende. Wochenlang hatten Polizisten nach der 32-jährigen Frau gesucht. Mehr als hundert Beamte durchkämmten zuletzt ein Waldstück im Bremerhavener Ortsteil Wulsdorf. Ohne Erfolg. Durch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ gingen neue Hinweise bei den Ermittlern ein, doch auch diese konnten Ekaterina nicht mehr das Leben retten. Möglichweise war sie da bereits tot.

Trotz Hinweise durch „Aktenzeichen XY“: Ekaterina aus Bremerhaven tot aufgefunden – Ehemann unter Mordverdacht

Der Ehemann der Getöteten steht unter Mordverdacht, schreibt die „Bild“-Zeitung und fragt: „Wie konnte dieses Muttersöhnchen zum Mörder werden? Der 46-Jährige würde zurzeit in Untersuchungshaft sitzen und schweigen. „Eigentlich ein netter Typ!“, sagten ehemalige Studienfreunde über ihn. Nur das Verhältnis zu seiner Mutter sei problematisch gewesen, bei der er auch wohnte.

Ständig habe er sie angerufen, als die Freunde zusammen Feiern waren, um zu melden, wo sie gerade waren. „Er war ihr hörig!“, so ein ehemaliger Studien-Kumpel zur „Bild“-Zeitung. Auch bei Frauen sei der Mann nicht gut angekommen, doch während eines Urlaubs in der Türkei habe er Ekaterina kennengelernt und es geschafft, sie zu erobern.

Beide sollen eine Bilderbuch-Ehe geführt haben, doch mit der Geburt der Tochter habe er sich verändert. „Er vergötterte das Kind. Fortan wollte er alles bestimmen“, schreibt die „Bild“. Zudem offenbar: überall im Haus Kameras. Ihr Mann soll Ekaterina rund um die Uhr überwacht haben.

Aktenzeichen XY ungelöst Moderator Rudi Cerne und die Vermisste Ekaterina B.
Aktenzeichen ... XY: der tragische Fall der 32-jährigen Ekaterina Baumann wird in der Sendung gezeigt. (kreiszeitung.de-Montage) © Polizei Bremerhaven/Georg Wendt/dpa

Mutter von Ekaterina berichtet: „Er schlug sie mehrmals!“

Auch Gewalt soll es gegeben haben: Das berichtet Ekaterinas Mutter, die in St. Petersburg lebt. Zwölf Jahre waren die beiden zusammen, doch in den letzten anderthalb Jahren soll es nur noch Streit gegeben haben. „Er schlug sie mehrmals!“, zitiert die „Bild“ die Mutter.

Der Mann habe ihre Tochter in Isolation gehalten, ihr Ausweise und Bankkarten weggenommen. Auch treffen durfte sie niemanden. Ekaterina soll sich zum Schluss mehrfach ins Frauenhaus gerettet und die Scheidung eingereicht haben. „Er hatte furchtbare Angst, seine Tochter für immer zu verlieren“, sagte ein Ex-Studienfreund zur „Bild“-Zeitung.

Getötete Frau aus Bremerhaven: Fall wird bei „Aktenzeichen XY“ am Mittwoch nochmal angesprochen

Dann verschwand Ekaterina spurlos. Vorher soll sie noch mit einem Freund gechattet haben, ihr letztes Lebenszeichen. Sie wurde am 4. Februar 2022 als vermisst gemeldet. Rund einen Monat später, am Dienstag, 1. März 2022, fand der Passant den Koffer. Das todtraurige Ende von Ekaterina aus Bremerhaven soll nun auch noch einmal bei „Aktenzeichen XY“ am Mittwoch, 16. März 2022 (20:15 Uhr, ZDF) verkündet werden. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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