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Freimarkt Bremen 2022: Anfahrt, Parken und wichtige Infos

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Von: Ute Laukner, Johanna Ewald

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Beim 987. Bremer Freimarkt stehen 17 Tage Riesenrad, Autoscooter, Festzelte und Co. im Fokus. Das Volksfest auf der Bürgerweide dauert vom 14. bis 30. Oktober.

Bremen – Endlich ist es wieder so weit. Bremen feiert seinen Freimarkt! Mit Feuerwerk und Freimarktsumzug gibt es in Bremen ein Fest für alle. Mehr als 300 Schaustellende sind 2022 dabei. Leckereien wie Liebesäpfel und Lebkuchen, rund 40 Fahrgeschäfte oder der kleine Freimarkt auf dem Marktplatz – für nahezu jeden Rummelbegeisterten ist etwas dabei. Bayernfesthalle und Almhütte sowie Hansezelt und Riverboat bieten zudem jede Menge Spaß mit Live-Musik.

Freimarkt Bremen vom 14. bis 30. Oktober 2022: Anfahrt, Parken und wichtige Infos

Name des VolksfestesBremer Freimarkt
StandortBürgerweide
Erstmals urkundlich sicher erwähnt1035
Dauer17 Tage pro Jahr

Öffnungszeiten vom Freimarkt in Bremen

Buntes Treiben: Der Freimarkt in Bremen findet 2021 wieder statt
Der Bremer Freimarkt bietet ein buntes Treiben mit viel Spaß für Groß und Klein. © Eckhard Stengel/imago

Der Bremer Freimarkt wird wie gewohnt auf der Bürgerweide und auf dem Marktplatz vor dem Bremer Rathaus gefeiert. Los geht es am 14. Oktober um 16:00 Uhr! Botschafter mit bekanntem Humor ist im Jahr 2022 der frühere Werder-Stürmer (1998 bis 2004) und Publikumsliebling Ailton Goncalves da Silcva.

987. Bremer Freimarkt und die Öffnungszeiten vom 14. bis 30. Oktober 2022

Ischa Freimaak! auf der Bürgerweide

Start am 14. Oktober um 18:30 Uhr

Sonntags bis donnerstags von 13:00 bis 23:00 Uhr

Freitags und samstags von 13:00 bis 24:00 Uhr

Ischa Freimaak! auf dem Marktplatz

Start am 14. Oktber um 16 Uhr

Täglich außer sonntags von 10:00 bis 21:00 Uhr

Sonntags von 11:00 bis 21:00 Uhr

Bremer Freimarkt-Lageplan

Auf dem Lageplan vom Bremer Freimarkt sind alle Fahrgeschäfte und Ausschankbetriebe auf der Bürgerweide markiert. Außerdem gibt es spezielle Hinweise, wo die Kinderfahrgeschäfte stehen.

Der Lageplan für den Bremer Freimarkt 2022. © www.freimarkt.de

Freimarkt Bremen: Anfahrt und Parken

Der Freimarkt findet im Herzen Bremens statt: auf der Bürgerweide zwischen Hauptbahnhof und ÖVB-Arena/Messehallen. Der kleine Freimarkt ist auf dem Marktplatz zwischen Roland, Rathaus und Dom unweit der Haltestelle Domsheide aufgebaut.

Da der Parkplatz Bürgerweide und das Messeparkhaus während des Freimarkts nicht zur Verfügung stehen, empfehlen die Veranstalter, das Park&Ride-Angebot der BSAG und außerhalb gelegene Parkplätze zu nutzen. Direkt am Bremer Freimarkt gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Behindertenparkplätze für Rollstuhlfahrende gibt es an der Theodor-Heuss-Allee 20, auf dem Parkstreifen vor dem SWB-Gebäude.

Um die Zufahrtsmöglichkeiten von Rettungs- und Einsatzfahrzeugen gewährleisten zu können, ist es wichtig, dass die mit Halteverbot gekennzeichneten Bereiche in jedem Fall freigehalten werden – ansonsten wird konsequent abgeschleppt.

Sonderhinweisschilder an den Autobahnen (Riesenrad als Symbol) leiten Besucher direkt zu den Park&Ride-Flächen. Autofahrende nutzen am besten die Parkplätze an der Universität, Klagenfurter Straße, 28359 Bremen (Haltestelle: Uni/NW 1). Von dort fährt die Straßenbahnlinie 6 direkt zum Freimarkt (Haltestelle Blumenthalstraße / Messe Bremen).

Die Straßenbahnen in Bremen fahren entsprechend der Nachfrage. Vom Parkplatz an der Universität gilt ein Sondertarif. Erwachsene zahlen für die Hin- und Rückfahrt 3,80 Euro. Kinder unter 15 Jahren fahren in Begleitung Erwachsener kostenlos. An den Automaten in den Bahnen ist das Freimarkt-Ticket unter dem Ziel Bremen und der Taste „EinzelTickets“ erhältlich.

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Wer von allen anderen Park&Ride-Plätzen in Bremen aus zum Freimarkt möchte, dem empfehlen die Veranstalter das Tages-Ticket der BSAG für 1 bis 5 Personen. In der Preisstufe I Bremen kostet es für eine Person 8,00 Euro. Für jede weitere (erwachsene) Person erhöht sich der Preis um 3,00 Euro. Bis zu drei Kinder unter 15 Jahre dürfen auf jedem Tages-Ticket kostenlos mitfahren.

Weitere Auskünfte gibt es von der VBN-24h-Serviceauskunft rund um die Uhr unter Telefon (0421) 59 60 59 oder im Internet unter www.vbn.de oder www.bsag.de. Informationen zu Parkhäusern in der Nähe des Freimarkts liefert www.brepark.de

Eine Anreise ist natürlich auch mit dem Zug möglich. Dazu muss der Hauptbahnhof Bremen durch den Nordausgang verlassen werden – schon stehen Besucher direkt vor dem ältesten Volksfest Deutschlands. Aktuelle Zugverbindungen gibt es auf www.bahn.de.

Hotels und Übernachtungen für den Bremer Freimarkt

Die Bremer Touristik-Zentrale (BTZ) informiert zu den Veranstaltungstagen vom Bremer Freimarkt über Hotels und weitere Übernachtungsmöglichkeiten unter www.bremen-tourismus.de/bremen-hotels

Fundbüro für den Bremer Freimarkt

Wer nach seinem Bremer Freimarktbesuch merkt, dass er oder sie etwas verloren hat, kann sich hier melden:

Stadtamt – Fundamt
Stresemannstraße 48, 28207 Bremen
Telefon: (0421) 361 100 80
E-Mail: fundsachen@ordnungsamt.bremen.de

BSAG Fundbüro
Kundencenter Domsheide       
Balgebrückstraße 11, 28195 Bremen
Telefon: (0421) 55 96 7575
Online-Fundinfo
E-Mail: fundbuero@bsag.de

Häufig gestellte Fragen zum beliebten Bremer Freimarkt

Wie komme ich am besten zum Bremer Freimarkt?

Der Bremer Freimarkt ist entweder zu Fuß, mit dem Rad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Wer von außerhalb Bremens kommt, kann die Bahn zur Anfahrt nehmen. Vom Hauptbahnhof sind es nur ein paar Schritte zum Festplatz. Fahrpläne und Verbindungen gibt es beim Verkehrsverbund Bremen und Niedersachsen.

Gibt es ein Programm auf dem Bremer Freimarkt?

Klar gibt es beim Bremer Freimarkt auch in diesem Jahr wieder ein buntes Unterhaltungs-Programm! Am Freitag, 14. Oktober, wird um 16:00 Uhr der kleine Freimarkt auf dem Marktplatz durch Frank Imhoff, Präsident der Bremischen Bürgerschaft, eröffnet. Um 18:30 Uhr folgt die Eröffnung des 987. Bremer Freimarktes durch Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa.

In der Almhütte gibt es täglich Live-Musik im Tages- und Abendprgramm mit wechselnden Künstlern wie Hofnarr Luigi, Lopes Trio, Mimmo and friends und Dreamsound. Sonntags lädt ab 11:00 Uhr der bayrische Frühschoppen zu einem Besuch ein. In der Bayernfesthalle legt DJ Toddy auf mit Gästen wie die Bande, Mushroams und Grumis. In diesem Jahr neu im Programm: Der Malle Mittwoch – sogar Mia Julia, Julian Sommer und Asphalt Anton werden erwartet.

Im Hansezelt wird ebenfalls gefeiert! Ab 13:00 Uhr wird die 17 Tage mit DJ Björn und seinen Gästen wie Leon Grosch, Anna-Maria Zimmermann, die Free Steps, Peter Wackel und Tobee ausgiebig gesungen, getanzt und geflirtet! Am Montag, den 17. Oktober, sollen sogar bekannte Stars aus Mallorca mit dabei sein. Die Gaynight wird am 24. Oktober ab 19:00 Uhr gefeiert.

Bis wann ist der Freimarkt in Bremen geöffnet?

Vom Bremer Freimarkt ist der Festplatz auf der Bürgerweide sonntags bis donnerstags bis 23:00 Uhr geöffnet. Freitags und samstags sogar bis 24:00 Uhr. Die Halle 7 ist in diesem Jahr geschlossen. Sie wird derzeit anderweitig benötigt.

Welche Regeln gelten beim Bremer Freimarkt?

Im Gegensatz zu den beiden Corona-Pandemiejahren 2020 und 2021 sind im Jahr 2022 keine speziellen Regeln festgelegt. Wenn es mal eng wird, empfiehlt es sich eine Maske zu tragen. Ebenso sollten die Hygieneregeln weiterhin berücksichtigt werden.

Der Bremer Freimarkt gestern und heute

Alles fing mit einem Warenmarkt an: Als Kaiser Konrad II. 1035 Bremen die „Jahrmarkt-Gerechtigkeit“ verlieh, ahnte doch niemand, dass sich daraus eines der ältesten und größten Volksfeste Deutschlands entwickeln sollte. Zweimal im Jahr wurde der Stadt erlaubt, einen Jahrmarkt auf dem Kirchhof „Unser Lieben Frauen“ abzuhalten.

1710 wurde der Frühjahrstermin abgeschafft. Da es dabei keine Beschränkungen gab, durften auch Krämer und Wandersleute ihre Waren verkaufen. Bis 1793 war es immer der Kaiser, der den Kaufleuten die Erlaubnis zum Markt erteilte, erst im Anschluss entschieden die Bremer, ob und wann sie den Markt haben wollten.

Die erste Erwähnung des Freimarkts erfolgte rund 300 Jahre nach dem ersten Jahrmarkt. Nachdem der Rat der Stadt die Markthoheit erhalten hatte, wurde im Jahr 1339 der Name Freimarkt erstmals offiziell erwähnt. Doch bis ins 15. Jahrhundert gab es eigentlich nur ein Markttreiben. Erst mit dem fahrenden Volk, also Gaukler, Spielleute, Marktschreier und Wahrsager kamen die Vergnügungsstände nach Bremen.

Für Aufsehen sorgte im Jahre 1445 ein exotisches Tier: Ein Löwe war auf dem Freimarkt zu bestaunen, ab dem 17. Jahrhundert kamen noch dressierte Bären, Affen und Dromedare hinzu. Aber auch der Mensch wurde gnadenlos ausgestellt – wie etwa der „Hottentott“ aus Afrika (1687), die 68 Zentimeter „kleine Mademoiselle“ (1799) oder der am ganzen Körper beharrte „Löwenmensch Lionel“ (1938).

Trotz der Gaukler und Schausteller blieb der Freimarkt für rund 750 Jahre ein Warenmarkt. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte er sich langsam zu einem Vergnügungsmarkt. Erstmals gab es 1809 ein Karussell, das damals noch mit einer Handkurbel betrieben wurde.

Mit der Eröffnung der Eisenbahnstrecke Bremen-Hannover erlebte der Markt einen regelrechten Aufschwung. So konnten nicht nur die Menschen von außerhalb nun den Freimarkt besuchen, sondern auch die Schausteller hatten die Möglichkeit, größere Fahrgeschäfte zu transportieren. 1857 kam der Hau den Lukas in die Hansestadt, eine Drehorgel folgte dreizehn Jahre später.

Mit der immer größeren Beliebtheit ergab sich für die Organisatoren aber auch ein Problem: Der Markt wurde immer größer. Über den Domshof, den Rathausplatz, die Domsheide, dem Bahnhofsplatz, dem Rembertiviertel bis in die Hohenloherstraße reichte er 1889. Da sich gleichzeitig die Innenstadt durch die Bebauung verdichtete, dehnte sich der Freimarkt 1890 in die Neustadt aus, wo er auf der großen Freifläche Grünenkamp einen Platz fand.

Ab 1919 einigte man sich darauf, das Fest nur noch dort zu veranstalten – eine Vereinbarung, die 15 Jahre später wieder aufgehoben wurde. 1934 zog der Freimarkt wieder zurück auf die rechte Seite der Weser auf die Bürgerweide, wo er auch heute noch seinen Platz hat.

Mit rund vier Millionen Besuchern jährlich ist der Bremer Freimarkt mittlerweile der größte Markt Norddeutschlands und einer der größten bundesweit.

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